Montag, 25. September 2017

Les concerts de la semaine à Paris du 25 septembre au 1 octobre 2017:

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Les concerts de la semaine à Paris du 25 septembre au 1 octobre 2017

Il y a les poids lourds comme Sigur Ros et Phoenix dans les grandes salles, mais ce qui m'intéresse ce sont plutôt les concerts intimistes dans les clubs de la capitale, comme par ex. les lives de Michael Nau à l'Espace B, du suédois Loney Dear au Pop-up du Label, de Vanishing Twin à l'FGO-Barbara et d'Ema au Batofar. Puis il y a une belle soirée de Magic Revue Pop Moderne avec JP Nataf et Molly Burch (photo Oliver Peel)!



25: Lucy Rose, Ciné 13
25: Fazerdaze, Pop-up du Label
26: Acting Strange, Pop In
26: Girlpool, Espace B
26: Bad Breeding, La Mécanique Ondulatoire
26: Trailer Trash Tracys, Point Ephémère, annulé
27: Michael Nau, Espace B
27: Agar Agar, Gaité Lyrique
27: Sigur Ros, Grand Rex
27: Loney Dear et Jennie Abrahamson, Pop-up du Label
27: Sage Comme Des Sauvages, Hildebrandt, Trois Baudets
29: Mr Jukes, La Boule Noire
28: Portugal. The Man, Bataclan
28: The Jaques, Espace B
28: Sigur Ròs, Grand Rex
28: Jil Caplan, Trianon
29: Phoenix, Bercy
29: Sigur Ros, Grand Rex
29: Bloom, Inigo Montoya, Batofar
29: Malvina Meinier, St-Bernard de la Chapelle + Laake, 11, rue Saint-Bruno, 75018 Paris
29: Vanishing Twin et The Héliocentrics, FGO-Barbara
30: Bernard Lavilliers, Showcase Fnac Ternes, 16h
30: La Canaille, Pan Piper
30: DZ Deathrays, Mécanique Ondulatoire
30: Good Morning et Mauno et Belmont Witch, Espace B
30: JFDR, Pop-up du Label
30: Ema, Batofar
30: Lene Lovich, Gibus


30: JP Nataf et Molly Burch, Le Carreau du Temple, Soirée Magique



Freitag, 22. September 2017

Adam Evald, Karlsruhe, 17.09.17

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Konzert: Adam Evald mit support AstroMike Gordon
Ort: Toms Dachboden in Karlsruhe
Datum:  17. September 2017
Dauer: 20 min  + 80 min
Zuschauer: knapp 50


Aus Malmö kommt tolle Popmusik. Als erstes traf ich life Big Fox in der Guten Stube und später im Café Nun und dann Solander im Café Nun. Als Bandmitglied und damaliger Support schlich sie dabei auch Adam Evald (Adam Hjertström) in mein Leben und Albin hatte auch einen Auftritt. Und die Erkenntnis, dass das eine lustige Community zu sein scheint, wo jede und jeder irgendwie was musikalisch laufen hat und sonst in den Projekten der anderen mitmischt. Adam Evald hat uns danach in Karlsruhe noch öfter in wechselnden Besetzungen die Ehre gegeben. Insofern dachte ich, dass ich wüsste, was mich an diesem Abend auf Toms Dachboden erwarten würde.... Was irgendwie stimmte, andererseits aber auch nicht. Diesmal war ein ganzer Tourvolvo voller Männer angereist (sonst waren immer auch Frauen dabei gewesen) und  es gab einen neuen Hut - Rembrandt Style ....


Später zeigte sich, dass immerhin Masha Bender auch mit von der Partie war, wenn auch diesmal ohne ihre eigenen Kunstwerke. Als Support fungierte ein Projekt, dass ich nur dem Namen nach kannte: AstroMike Gordon (Cristoffer Csanady), der eigentlich sonst im Trio auftritt, hier aber nur Albin Johansson an den Tasten dabei hatte und auch nur für das letzte Stück (beide spielten später in Adams Band). Dieser Support passte sehr gut zu einem Abend mit Adam Evald, denn er war ähnlich romantisch exaltiert im Auftreten und in seiner Musik - versuchte uns z.B. einzuschwören auf das richtige Applausmass und croonte sich mit Tremolostimme durch seine schwarz-romantischen Lieder.
 

Nach einer kurzen Pause kamen Adam, die beiden Künstler des Supports und Samuel Lundström mit einer Geige auf die Bühne. Adam spielte selbst nur in wenigen Stücken Gitarre und hatte Albin an den Tasten. So konnte er sich mit totaler Hingabe dem Singtanz im Mikrofon hingeben.


Apropos Thema Community bzw. Band. Schon sehr früh im Konzert wurden die Menschen, die mit auf der Bühne saßen, eingemeindet in die Band des Abends, was zu großer Erheiterung im Raum führte.


Ein Moment, der mir wohl noch lange im Gedächtnis bleiben wird, ist wie Adam singend durch das Publikum schritt, um schließlich zum mehrfach wiederholten Is that real ersterbend liegen blieb.  Das geht halt sehr viel besser, wenn man nicht am Klavier sitzen bleiben muss....


Wobei der Kampf um die nachdrücklichste Erinnerung vielleicht doch auch von der singenden Säge bei Leaving gewonnen werden könnte. Da tropfte der Herzschmerz auf den Dachboden, dass es nur so eine Art hatte und wahrscheinlich auch die Geister die Tränen in den Augen hatten.



Setlist:
01: The day I give you
02: Dancing heart
03: Guts
04: That day
05: Map of mistakes
06: Dust & Ashes
07: Leaving
08: White night
09: Godspeed Blue lion
10: Stardust
11: My amaranthine dream
12: In the next life

13: Love knuckles peace love (Z)
14: Swimming in Romance (Z)


Aus unserem Archiv:
Adam Evald, Karlsruhe, 15.05.16
Adam Evald, Karlsruhe, 13.05.15
Adam Evald, Karlsruhe, 24.05.14
Adam Evald, Karlsruhe, 04.04.14 



Zoë Keating, Nürnberg, 21.09.17

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Konzert: Zoë Keating
Ort: Künstlerhaus Nürnberg, Veranstaltungsreihe 
        cluster | electronic classic session
Datum: 21. September 2017
Dauer: 95 min
Zuschauer: etwas über 200
 

Dass ich Zoë Keatings Musik erst kennen und dann lieben gelernt habe, habe ich Amanda Palmer zu verdanken.  Ich glaube, eine nicht unwichtige Rolle hat dabei gespielt, dass ich sie live auf der Tour von Amanda im Oktober 2008 erleben durfte. Sie hat damals (mit einem Geiger und einer Theatergruppe) Amandas Begleitband gebildet und auch ein eigenes Set gespielt. Seitdem ist wirklich sehr viel Zeit vergangen. Der Kontakt ist aber geblieben und ein Gefühl der Verbundenheit - und die Sehnsucht ist gewachsen, endlich auch wieder einmal live einen Abend mit dieser phänomenalen Frau und ihrer abefahrenen Cello-Tour-de-Force zu erleben.
 

Als im Frühjahr bekannt wurde, dess es dieses Jahr einen Termin in Deutschland geben würde - und das auch noch in Nürnberg - habe ich mir sofort ein Ticket gekauft. Das mache ich wirklich nur ganz selten. Und ich habe mich ohne wenn und aber auf den Abend gefreut - ihn so organisiert, dass ich Zeit habe, mir kein Zug wegfährt und ich ganz da sein kann. Freundlicherweise hat dann Petrus auch noch ein wenig Zauberstaub auf den Tag gestreut und ich hatte schon wunderbar Sonne und Nürnberger Leben getankt bevor ich mich auf den Weg zum Festsaal im Künstlerhaus machte und schließlich einen Platz ganz nah am Geschehen fand. Die Frage stand natürlich im Raum: Wird es neues Material zu hören geben?
 


Mein musikalisches Kennenlernen von Zoë erfolgte fiel in die Zeit ihres Albums One Cello x 16 Natoma, das mit Sun will Set beginnt. So passte es irgendwie besonders gut für mich, dass auch das Konzert mit diesem Stück begann. Und irgendwie auch zu dem Abend, der gerade eben die Sonne glorios verglühend hinter den Horizont verabschiedet hatte. Außerdem zu meinem jahreszeitlichen Thema, dass es so schmerzt, dass der Winter schon seine Klauen ausstreckt, sich das aber bis Ende September und mit Glück noch bis in den Oktober hinein ein wenig verleugnen lässt - vor allem an so einem schönen Sonnentag, wie dieser 21. September (traditionell!!) war.
 

 
Etwas später kam auch noch Frozen Angels von diesem frühen Album zur Aufführung, das so schwermütig beginnt und die schreckliche Schönheit (ich hasse Kälte!!) von Eis und Schnee als Stillstand vor meinen inneren Augen zeichnet. Tatsächlich ist es jedoch das derzeit immer noch neuste Album Into the trees, das ich am meisten gehört habe und dessen Songs mir deshalb total vertraut und nah sind. Von diesem gab es auch Kostproben. Zum Beispiel das treibende, mitunter wild umherlaufende, rufende und sich dann in ruhigeren Passagen neu ausrichtende Escape Artist. Und Seven League Boots, zu dem es auch gleich eine Geschichte gab. In dem Song hätte ihre Sehnsucht nach dem Blick auf das Meer Ausdruck gefunden, der sich nur nach einer anstrengenden
Wanderung durch den Wald schenkt, den sie hochschwanger für einige Zeit nicht gehen konnte. Es war für mich sehr schön zu sehen und nah zu erleben, mit welcher Lebenslust und Souveränität die Musikerin ihren Liedern auf der Bühne Leben einhauchte und auch mit uns, ihrem Publikum ins Gespräch kam.
 


Außerdem war das klagende Lost (Zoë widmete es dem apocalyptischen Lebensgefühl der letzten Montae) genauso wie des herrliche Optimist vom Album dabei. Als letztes Stück das Sets setzte es wie mit Herztönen schlagend ein und flirrte dann so verheißungsvoll bevor sich dann Töne wie Lichtstrahlen in den Blick schoben. Das passte gut zur magischen Stimmung das Konzertes. Zumal die Melodie in der normalen Cellolage für mich schon immer so etwas zutiefst tröstliches hat, obwohl es ja nur drei absteigende Töne sind. Und irgendwie schubst einen das Lied auch hinaus.
 
 

Der ganz besondere Mehrwert des Konzertes gegenüber einem weiteren Durchlauf des Albums im Sessel zu Hause war neben dem Erleben von Zoë als Künstlerin natürlich reichlich neues Material, das mir sehr große Vorfreude auf das hoffentlich bald erscheinende Album machte. Am sprechendsten für mich war das Stück, das nach Lost im Set gespielt wurde. Darin spürte ich sehr viel über Liebe und Abschied - Themen, die in den letzten Jahren dramatisch in Zoës Leben eingegriffen haben. Und ich musste mir doch glatt ein paar Tränen aus den Augen wischen.
 


Trotz des Versprechens, die neue Musik auch bald zu veröffentlichen und auch so bald als möglich wieder ausführlicher in Deutschland zu touren, wollten wir uns nicht ganz ohne Zugabe verabschieden. Zoë hatte dafür etwas tolles vorbereitet - ein Stück von Beethoven, das mir noch aus Schulzeiten so geläufig ist, dass ich es mitsummen könnte (wenngleich auch nicht unbedingt die Cello-Stimme).
 

Setlist:
01: Sun will set
02: Seven league boots
03: Frozen Angels
04: Escape Artist
05: Time is running out (Muse-cover)
06: Quito song noch ohne Titel
07: Exurgency
08: Lost
09: Noch ohne Titel
10: ??
11: Noch ohne Titel
12: Optimist

13: Beethoven 7. Sinfonie, 2. Satz (Z) 


Tour:
22.09. Nürnberg, Künstlerhaus
24. & 25. 09. London Kings place
27.09. Istanbul

Aus unserem Archiv:  
Zoë Keating, Heidelberg, 14.10.08




Mirja Klippel, Karlsruhe, 20.09.17

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Konzert: Mirja Klippel mit Alex Jøhnsson
Ort: Gabrieles Wohnzimmer in Hohenwettersbach
Datum: 20. September 2017
Dauer: 80 min
Zuschauer: etwa 30


Im Frühjahr hatte ich Post mit dem Angebot des Dänen Alex Jøhnsson mit seiner Gitarre nach Karslruhe zu kommen. Nach kurzer Verhandlung hatte er mir in anbieten mehrerer Varianten tatsächlich ein sehr verführerisches Angebot gemacht und die Finnin Mirja Klippel angestiftet, ihn zu begleiten. Die beiden hatten gerade im Rahmen einer Deutsch-Finnischen Woche Konzerte mit finnischer Musik gespielt, aber an diesem Abend in Hohenwettersbach stand die Musik von Mijra im Zentrum, die mit englischen Texten auch in Deutschland (und in ihrer Wahlheimat Kopenhagen) verständlich sind.


Im ersten stets so unwillkommenen umgewöhnen auf den grauen Herbst hatte sich das Wetter auf den Konzertabend zum Glück beruhigt und die Wolken vertrieben und zeigte sich als Vorbote eines versprochenen (letzten?) Spätsommerglühens. Fasziniert und beglückt hatte ich mich dem Zauber des Ausblicks von Hohenwettersbach ins Blaue ergeben, wurde aber unwiderstehlich in Gabrieles Wohnstube gezogen und dort von bekannten Gesichtern begrüßt und in die Runde geschlossen. Vorfreudige Atmosphäre mischte sich dort mit dem Austausch der neusten Neuigkeiten. Die Sommererlebnisse waren ja gerade erst vorbei und in den Herzen präsent. 
 


Ich hatte mich sehr darauf gefreut, in die Ruhe von Mirjas Stimme einzutauchen, hatte aber sonst keine Vorstellung, was mich musikalisch erwarten würde. Als die beiden die Bühne einnahmen, war schließlich immerhin so viel klar: Alex hatte eine E-Gitarre verbunden mit allerlei Effektgeräten vor sich auf dem Boden vorbereitet und Mirja eine akustische Gitarre dabei. Für beide war ein Gesangsmikrofon vorgesehen. Alex übernahm später in einigen wenigen Liedern eine zweite Stimme - höher als Mirja...



Nachdem die Musik begonnen hatte, habe ich gar nicht mehr viel geschaut oder auch nur gedacht, sondern still genossen. Die dunklen Orte, an die uns Mirja in ihren Liedern führte, hatten viel mystisch dunkles, nicht sofort in Worten erklärliches und waren doch sofort zugänglich und vertraut. Vielleicht auch gerade besonders an diesem Tag des endgültigen loslassens von Sommer und Licht. Sie waren darin auch tröstlich und warm.



Wenn man die Art zu singen und die Gitarre zu spielen bei Mirja als dunklen Folk und wenig verkünstelt beschreiben kann (ich dachte manchmal an Joni Mitchell vom Singduktus her oder Diane Cluck von der Magie der Darbietung), so setzte Alex mit seiner Gitarre meist ganz unaufdringlich aber doch sehr kunstvoll einen Rahmen für die Lieder, der sie in der genau passenden Art glänzen und scheinen ließ. Weshalb ich das eine ums andere Mal habe dann doch fasziniert die Augen geöffnet habe, um ihm auf die Hände zu schauen.


Das Publikum war jedenfalls vom ersten Moment sehr aufmerksam dabei und klatschte begeistert Applaus. Besonders werden uns aber doch die zwei Sahnekrönchen in Erinnerung bleiben: die finnischen Zugabenlieder.

Setlist:
01: River of Silver
02: Jar
03: Pride
04: Joy
05: Lift your Lion
06: Stargazing

07: Mirror Eyes
08: Low Tide
09: Black Horse Wisdom
10: Chains
11: Wilful Child
12: Where I Go

13: Finnischer Tango
14: Finnisches Lied 

Tourdaten:













Dienstag, 19. September 2017

Carmen Underwater, Karlsruhe, 18.09.17

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Konzert mit Carmen Underwater in der Karlsruher Waldstadt
Datum: 18. September 2017
Dauer: 105 min
Zuschauer: 7


Es ist schon das zweite Mal in der letzten Zeit, dass ich als Gudrun, Freundin von Oliver begrüßt und eingeordnet wurde und es ist nicht Oliver aus Paris gemeint, sondern Oliver aus Berlin... 
 

Als mir das zum ersten Mal geschah (die Geschichte wird hier noch ausführlicher erzählt, versprochen!) habe ich sehr gelacht und mich auch ein wenig gewundert, wie der Mundfunk so funktioniert. Diesmal war es aber "mit Ansage": Carmen Underwater sind (noch!) in Berlin zu Hause, haben sich aber im April auf eine ausgedehnte musikalische Familienabenteuerreise gemacht, die von Anfang an diesen Stop in Karlsruhe eingeplant hatte, weil der Berliner Oliver uns aufeinander verwiesen hatte.
 

Was wir dann bekamen war auch mir gewieften Konzertgängerin etwas Neues: Musik und obendrauf Geschichten von der Reise. Das geht natürlich in so intimem Rahmen ganz besonders gut und aus der Erzählung wurde bald ein Gespräch mit vielen Fragen und eigenen Erfahrungen.
 

Carmens Musik speist sich aus tief im Herzen verankerten guten wie schlechten Erfahrungen. Insofern sind sie innig und wild, flüsternd und schreiend stets in der Lage, in meinem Inneren Gefühle anzustoßen und mich der Stimme und dem Herzen dahinter zu öffnen. Ich bin sehr froh, dass auch wir eine Station auf der Complete-Tour sein durften. Carmen und ihrer kleinen Familie wünschen wir  alles Gute auf den Weg und uns allen vielleicht ein Wiedersehen (was ihren Erzählungen nach gar keine allzu große Seltenheit sein soll). 

Wo die Reise lang ging und noch gehen wird:




 

Konzerttagebuch © 2010

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