Montag, 27. Februar 2017

Les concerts de la semaine à Paris du 27 février au 5 mars 2017

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Les concerts de la semaine à Paris du 27 février au 5 mars 2017

Plein de gros concerts cette semaine en commençant avec La Band Of Horses (photo archive Oliver Peel ©) et leur pop country, puis Pet Shop Boys et leur son électro 80ies, Blonde Redhead et leur shoegaze mélancolique, sans oublier les français Aquaserge, groupe inclassables,mélangent des éléments de la lounge pop, de la pop psychédélique et du jazz. 







Février

27: Band Of Horses, Elysée Montmartre, complet
27: Anne Darban, Trois Baudets 
27: Sohn, La Maroquinerie
27: The Orwells, Point Ephémère
27: Rover, Salle Pleyel
28: Peter Peter, Café de la Danse
28: Dantone, Les Trois Baudets 
28: Pet Shop Boys, Olympia, complet
28: Team Ghost, Point Ephémère

Mars

01: Shannon Wright, Café de la Danse 
01: The Rodeo, Trois Baudets
01: Lonny Montem, Le Môtel 
01: Chinese Robots et Arcole, Peniche Antipode
01: Demi Mondaine, Divan du Monde
01: Nesles et Bertrand Betsch, Manufacture Chanson 
01: Mathieu Boogaerts, La Java
01: The Dillinger Escape Plan, Trabendo
01: Blonde Redhead, Le Trianon 
02: Narco Terror et Tropical Horses, Glazart
02: Minou, Divan du Monde
02: Aquaserge et Halo Maud, La Maroquinerie 
03: Achille et Pamelia Stickney, FGO Barbara
03: PIFPM avec Traams, The KVB, Noir Boy Georges et d'autres, Trabendo
04: PIFPM avec Gong, Fai Baba, Faire, Biche et d'autres, Trabendo
04: Ueno Park, So_Lo_Lo, Clément Nourry, Les Instants Chavirés, Montreuil



Montag, 20. Februar 2017

Les concerts à Paris de la semaine du 20 au 26 février 2016

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Les concerts à Paris de la semaine du 20 au 26 février 2016

Une semaine de concerts très chargée nous attend ! Cela commence déjà fort ce lundi avec les deux sublimes folkeuses Nadia Reid et Pauline Drand, se poursuit avec le concert complet au Café de la Danse avec Andy Shauf et Julia Jacklin, puis la très belle double affiche mercredi avec House Of Wolves (photo archive par Oliver Peel ©) et Garreth Dickson et se termine samedi avec les flamboyants Foxygen.



Février

20: Alysce et Andreane Le May et Corps Meteore, Les Trois Baudets 
20: Rats On Rafts, Supersonic
20: Nadia Reid et Pauline Drand, Olympic Café
21: Algo, Le Môtel 
21: Talune et Pauline Drand et Long Tall Jefferson, Le Zorba 
21: Omni et Deaf Parade, La Mécanique Ondulatoire
21: Andy Shauf et Julia Jacklin et Tasseomancy, Café de la Danse, complet
21: Mitsky, Les Etoiles
21: Philemone et Axel Reynaud et Vendredi Sur Mer, Les Trois Baudets
21: Mondkopf, Petit Bain
21: Cymbals Eat Guitars, Point Ephémère
21: Kite Base et Ellah A. Thaun, Supersonic
22: Emiliana Torrini et The Colorist, Bataclan
22: Batist et She Dreams in Vedas, Le Rivièra
22: House Of Wolves et Gareth Dickson, Mains d'Oeuvres, Saint Ouen 
22: Mesparrow, Café de la Danse
22: Duke Garwood, Les Etoiles
22: The Dears, Petit Bain
22: Fews, Supersonic
22: Pamela Hute, Pop-Up du Label 
22: Julia Jean Baptiste, Maison Sage
23: Wallis Bird, Boule Noire
23: Marnitude et Summer et Acetate Zéro, Espace B
23: Bengale, Divan Du Monde
23: Pomme, Les Etoiles 
23: Lisa Mitchell, Le Pop Up du Label
23: Requin Chagrin et Remi Parson, Point Ephémère 
23; Clarika, Trianon
24: Tim Darcy (Ought), Olympic Café
24: Garçon d'Argent et Kumisolo, Espace B
24: Chris Brokaw, Chair de Poule
24: Papier Tigre et Sheik Anorak, FGO-Barbara
24: The Graveltones, O'Gib, Montreuil
24: Inès Désorages, La Ménuiserie de Pantin 
24: Jeanne Rochette et Claire Elzière, Manufacture Chanson
24: The Fuzztones, Petit Bain
25: Cocoon et Botibol, La Cigale
25: Foxygen, Le Trabendo
26: Sepultura, Bataclan

Samstag, 18. Februar 2017

Sons of Noel and Adrian, Dresden, 17.02.17

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Konzert: Sons of Noel and Adrian
Ort: Beatpol Dresden
Datum: 17.02.2017
Dauer: 80 min
Zuschauer: ca. 70

Sons of Noel and Adrian = SONAA
Als ich kurz vor 21 Uhr den Saal im Beatpol betrete, sind ganze 40 Leute da, die sich an den Tischen an der Seite und am Tresen aufhalten und der Dinge harren, die da gleich beginnen werden. Das Vorprogramm beginnt kurz nach 9 und besteht aus 2 Teilen, zunächst kommt Kristin McClement auf die Bühne und kurz darauf Emma Gatrill. Beide Sets sind sehr stimmungsvoll, Kristin McClement spielt mit den Schlagzeuger der Band, Emma Gatrill sitzt dann an der Harfe und spielt mit den Gitarristen von SONAA.




Der Hauptteil beginnt nach kurzer Pause und Sons of Noel and Adrian spielen das komplette Album „Turquoise Purple Pink“! Ich habe es seit einer Woche in den Ohren und freue mich auf die Welt von SONAA. Der Abend ist für Liebhaber von ProgRock ein Ohrenschmauß ebenso wie für aufgeschlossene und neugierige Hörer. Sänger Jacob Richardson hat als Songschreiber den Hut auf. Es scheint, als ob er in seiner Kindheit und Jugend viel Yes, Flower Kings, King Crimson und ab und an etwas Renaissance und Camel gehört hätte.



Die Songstrukturen sind vertrackt, die Titel sind lang und länger und Strophe und Refrain gibt es grundsätzlich nicht. Manchmal gehen Teile leise oder mit einem Moment der Stille ineinander über, dass man nicht weiß, beginnt ein neuer Song oder ist es nur ein nächster Part des gerade gespielten Titels. Selten klingen die Instrumente wie erwartet. Jacob Richardsons Gitarre hört sich mal wie Kirchenglocken und mal wie ein Streichquartett an. Seine Kollegen an den 6- und 4-Saitern spielen kongenial und filigran dazu. Es gibt unerhörte Rhythmuswechsel sowie leise und laute Teile. Catherine Cardin und Emma Gatrill geben der Band mit ihrem Gesang ihre unverwechselbare Note. Ihre Stimmen, die sie oft wie Instrumente einsetzen, verweben sich mit- und gegeneinander. Parallel dazu sind sie oft der perkussive Gegenpol zum Schlagzeug. Wenn Emma Gatrill Klarinette spielt, legen sich deren Töne wie ein weiches Tuch um das Publikum.



Interessant ist die Bühnenaufteilung: die 2 Gitarristen und der Bassist stehen links und spielen oft im Kreis in ihre Musik versunken. Rechts stehen die Sängerinnen und Keyboarder, der oft auch zur Trompete greift. Die musikalischen Fäden bündeln sich beim Schlagzeuger, kurze Blicke verbinden die Bandmitglieder und halten die Songs zusammen.



Das Licht wird dezent und stimmungsvoll eingesetzt, mal stehen die Musiker im hellen Lichtkegel, dann wieder sieht man nur die Schemen im Zwielicht eines Sonnenuntergangs. Hier finde ich den Bezug zum Albumtitel.



Wenn man liest, dass diese Band in der Folkszene begann, ist es schwer vorstellbar, dass sie heute und hier mit ihrem aktuellen Album eine derart gewagte, experimentelle Richtung einschlagen. Sie sind für mich eine der großen Entdeckungen des Jahres und bieten ein aufregendes Konzert, dem ich viel mehr Zuschauer gewünscht hätte. Es ist schade dass am Ende nur etwa 70 Gäste im Saal sind - die aber feiern die Band und die Songs! SONAA liefern dann mit „Black Side of the River“ eine (fast) a-capella Zugabe von ihrem 2012er Album Knots.

Aus unserem Archiv:
Sons of Noel and Adrian, Dresden, 01.09.2012


Mittwoch, 15. Februar 2017

George Michael, Oberhausen 17.10.2006 + Köln 07.09.2011

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Konzert: George Michael
Ort: Oberhausen + Köln
Datum: 17.10.2006 + 07.09.2011
Dauer: je ca. 120min
Zuschauer: 9.000 + 11.000 (ausverkauft)


Adele machte am Wochenende bei den Grammy Awards alles richtig. Sie hatte das Gefühl dafür wie ein ernst gemeinter und ehrlicher Tribute-Song zu präsentieren ist. 

Nicht indem man sich verkleidet, oder das Original bis zur Lächerlichkeit kopiert, sondern den Song weiter stärkt und zu seinem eigenen macht. So gelang ihr mit der entschleunigten Version von "Fast Love" ein Meisterstück.

Soviel Gefühl war angemessen für einen Künstler, der sich selber immer wieder mit seinen Songs und seinem Verhalten fast "nackt" der Öffentlichkeit gegenüberstellte.

"Looking for some education
Made my way into the night
All that bullshit conversation
Well, baby can't you read the signs?"

England und der Rest der Welt liebten den Weißen, der den Soul mit völlig neuem Sound in die Diskotheken brachte, sich mit Top-Models umgab und Videos drehte, die auf MTV im Minutentakt gezeigt wurden.

Sein Output war nie groß, aber qualitativ immer hochwertig. Seine Best..of CD aus dem Jahr 1998 zeigte vielleicht schon den Höhepunkt seines Schaffens. 

Besonders mit den sorgsam ausgewählten Cover-Versionen, die er auch nie auf das Original reduzierte. Mit Elton John und Freddie Mercury wählte er seine Duettpartner sehr bewusst, das Thema seiner Homosexualität war immer präsent. 

So geriet auch sein Auftritt beim späteren Tribute-Konzert für Mercury besonders emotional, er sang  „Somebody to Love“ als ginge es auch um sein eigenes Leben und wahrscheinlich war das auch damals schon so.

Das erste Mal live sah ich ihn 2006 mit einer großartigen Bühnenshow in Oberhausen. Die riesige Leinwand hinter ihm verlief wie ein Wasserfall senkrecht und dann auf dem Bühnenboden weiter, reichte bis zu den Füßen des Publikums. 

Die gezeigten Animationen, darunter Filmstreifen aus seiner Jugend oder knallige Cartoons glitten so vom Hallendach bis zum Boden, vom Künstler zu den Fans. Neben der Leinwand, an beiden Seiten auf drei Etagen, eine Soulband zum niederknien.

George Michael gelang es auf dieser Tournee noch einmal, seine ganze Klasse auf die Bühne zu bringen. Die glasklare Stimme, die Perfektion der Arrangements und die Ausstrahlung eines Crooners.

Die musikalische Bandbreite von akustischen Perlen zu stampfenden Beats begeisterte die Halle. Besonders eindrucksvoll an diesem Abend geraten das ruhige „Father figure“ und das Ewan MacColl Cover: „The first time ever i saw your face“. 

Schlusspunkt bildet natürlich ein nicht enden wollender „Freedom90“-Mix bei dem die Bühne vor lauter Farben und Licht zu explodieren scheint. Eine bis heute beeindruckende Inszenierung.

Danach wurde es immer ruhiger um ihn. Selten gab es noch Schlagzeilen. Wenn, dann fiel er aus irgendeinem Auto oder wurde wieder in ein Krankenhaus eingeliefert. Aber immerhin waren es noch Meldungen die die Leute interessierten und schockierten. 

Denn seine Musik verschwand ja nie ganz, auch dank der eigentlich als B-Seite konzipierten Weihnachtssingle "Last Christmas“. Aktuelle Veröffentlichungen blieben rar. Entweder dem eigenen, hohen Anspruch geschuldet, oder den Rauschmitteln. 



Im Jahr 2011 dann nochmals der Versuch einer großen Tournee, diesmal mit einem Sinfonieorchester sah ich ihn in Köln. An diesem Abend spielte er 14 ! Coverversionen und nur wenige, eigene Hits. 

Auch dies mag seine egoistische Entscheidung gewesen sein, gut tat es dem Konzert nicht. Standen die Balladen sonst gleichberechtigt neben den Hüftschwüngen, so waren es an diesem Abend einfach zu viele Molltöne für eine große Mehrzweckhalle. 

George Michael 120 Minuten, auf einem Barhocker vor seinem Orchester sitzen zu sehen, war eher traurig als berührend. Seltene Highlights wie das unzerstörbare „Feeling good“ von Nina Simone oder das überraschende „True Faith“ von New Order konnten über die kraftlosen Versionen von „Roxanne“ oder die viel zu lange und schmalzige Version von „You`ve changed“ von Harry James nicht hinwegtäuschen.

Der Künstler wirkte müde und abwesend, nur selten blitzten Energie und echte Kreativität auf. Auch wenn es sicher sein Wunsch war diesen Rahmen zu wählen, nach dutzenden Konzerten ist in Wien dann wieder das Krankenhaus die Endstation für den Abschied auf Raten.

Adele und Sam Smith werden das Erbe des britischen Souls weiterführen, fast deckungsgleiche Kopien von toller Stimme, starker Persönlichkeit und zumeist traurigen Songs im tanzbaren Gewand. Die Texte und Person von George Michael aber lohnen immer noch den Blick hinter die verspiegelte Sonnenbrille und das himbeerfarbene Jackett. 

Das Kölner Konzert endete dann doch noch emotional, mit dem bewegenden Song von Jimmy Dorsey aus dem Jahr 1941, dem großen Liebeslied „I remember you“. Und George Michaels Stimme dazu war, wie immer, der pure Soul.

“When my life is through
And the angels ask me to recall
The thrill of it all Then,
I will tell them,
I remember you”









Dienstag, 14. Februar 2017

Lisa Morgenstern, Adorf, 11.02.17

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Konzert: Lisa Morgenstern
Ort: Scala Adorf
Datum: 11. Februar 2017
Dauer: 90 min
Zuschauer: 25


Vor zwei Jahren hatte sich mir mein Lieblingskonzert schon im Februar präsentiert. Wir waren dafür drei Stunden nach Paris gefahren und hatten uns einiges erhofft. Und alles wurde erfüllt und übererfüllt. Auf der noch längeren Fahrt an den Rand des Erzgebirges zum Wohnzimmerkonzert mit Lisa Morgenstern fragte ich mich leise, ob es auch 2017 so kommen könnte... Während des Crowdfundings für ihre neues Album Chameleon war ich selbst immer wieder um die Option Wohnzimmerkonzert geschlichen und hatte mich letztlich nicht getraut.  Aber bei Michael und Katrin dabei sein zu dürfen, war deshalb ein Muss und nicht mit dem Schicksal verhandelbar, obwohl ich drei Wochen lang und noch auf der Fahrt abwechselnd krank und nur halb gesund gewesen war.


Wie würde es nun also kommen? 

Die erste Überraschung war ein liebenswürdiger Begleiter: Miguel Murrieta Vásquez, der - so entschied sich das im Laufe des Soundchecks - schließlich am Abend auch mit Hand anlegte. Als Vorteil des Konzertortes erwies sich, dass ich schon über den Nachmittag leise tastend in das abendliche Konzerterlebnis hineinschreiten durfte, während meiner Spannung auf die neue Musik schon ein paar Krümchen vorgeworfen wurden. 

Aber schließlich war es soweit - das Wohnzimmer hatte sich mit neugierigen Menschen gefüllt - alle wurden begrüßt und mit einem fast fröhlichen Klavierintro ins Konzert hereingeholt. Auch für den zweiten Song  ging es zunächst am Markenzeicheninstrument Klavier weiter. Tupfend und tänzerisch - dabei aber doch leicht melancholisch. Danach öffnete sich der Horizont - wie wenn im Kino der Vorhang noch einmal weiter aufgezogen wird. Dabei waren Miguels Hände und Finger an den Rädchen und Schiebern hilfreich am Werk. Lisa rief in den höchsten Tönen sehnsuchtsvoll in die Weite - schließlich geerdet durch einen einsetzenden pulsierenden beat. Das war ganz und gar Otherworldly - ein Song aus Anderland - Gänsehaut pur. 


Mit Answers schloß sich eine Klavierballade an - neu aber doch auch irgendwie vertraut. Hier durften sich Stimmen beimischen bis ein ganzer Chor aus dem Off seinen tröstenden Kommentar beisteuerte - eine fast optimistische Prise beimischend. Bis hierher hatten wir ausschließlich neues Material gehört und es wurde Zeit für einen Liebling vom ersten Album: Das dramatische Kannibalische Gourmet. Herrlich! Ähnlich dramatisch, wenn auch ohne Gesang war Colours of pomegranates von dem sie direkt zum Titeltrack Chameleon überging. Wieder so ein Song in Cinemascope-Format: Broadwaymusical-Anklänge - aber dann doch ein wenig schräge Einschübe, die im Musical nicht so einfach zu verkaufen wären; träumerische Einsprengsel. Dann mehr und mehr Zumischung von anderen Klängen - ein auströpfelnder Schluß und ich fühlte mich ein wenig atemlos, aber glücklich. Die Zeit war unbemerkt verronnen und es war fast schon Zeit für die Pause. Zuvor gab es aber noch das vertrautes My room - Lisas Liebeslied an ihr Klavier. You saved me ... Hachmusik und leise verdrückte Tränen für mich.


Nach der Pause wurde auch ein vertrautes Lied an den Anfang gesetzt - eines der schönen Mondlieder: Celene - sehr poetisch. Auch eine schöne Aufwärmübung für den nächsten Breitformat-Knaller vom neuen Album:  My boat - übers nicht zurückschauen sondern vorwärts gehen. Hier diente eine elektronisch blubbernde melodiöser Basslinie als Futter für mein Kopfkino - eine Mischung von Rufen in höchsten Tönen und brummenden Antworten.
 


Noch toller - und für mich vom noch ungehörten Material der Oberknaller - war On the top of a tree. In Gedanken stand ich selbst sehnsuchtsvoll schauend weit oben, vom Wind gewiegt und doch zugleich auch herausgefordert. Halt und Ziel suchend zugleich. Das klang wieder sehr fremdweltlich fast als könnte Lisa mit ihrer Stimme Wände zu Parallelwelten aufschneiden um zumindest Signale aus dieser Weite zu empfangen. 


Als nächstes passte es irgendwie gut, das herausforderndste Stück gemeinsam anzugehen. Das Stück, wo mir schon in den ersten beiden Akkorden die Tränen in die Augen stiegen.
 


Lieber Tod - ein Lied das Lisa auf Konzerten nicht weglassen kann, aber zwischendurch auch nicht üben, weil es die Seele so arg malträtiert. Ihre Stimme brach zu Beginn fast - ähnlich wie mein Herz. Im Publikum ging es allen so - egal ob das Lied ihnen schon ein vertrauter Freund war oder sie ihm gerade zum ersten Mal begegneten. Mit aufgewühltem Herzen musste Lisa auch einmal abbrechen und mit einer speziellen Adorf-Version ihren und unseren Frieden mit dem Tod und dem zurückbleiben zu schließen versuchen. 


Fast erholsam war anschließend der gedankliche Weg in die Wüste mit dem Song Levitation - mir bekannt als Kostehäppchen für das neue Album. Auch hier steht ein blubbernd elektronischer Einstieg am Anfang einer per aspera ad astra Geschichte, die sich Zeit nehmen darf und mit einem vagen Versprechen schließt, dass alles gut ausgehen wird.
 
(c) Michael Reich
Als Finale wurden wir mit einem rein instrumentalen dramatischen Stück mit einem positiven Grundton wieder in die uns vertraute Welt entlassen. Es durfte Mate, Wein oder Bier getrunken werden und lange Gespräche geführt bevor die Kabel wieder aufgerollt, aufgetürmt und weggepackt werden würden. 


Was soll ich sagen? Das war in der Tat ein ganz und gar besonderer Konzertabend. Ein definitives Lieblingskonzert des laufenden Jahres. Ein großes Dankeschön an die Gastgeber und die beiden Musiker!!
 


Setlist:
01: Codex 

02: Atlas
03: Waltz of a loner
04: Answers
05: Kannibalisches Gourmet
06: Colours of pomegranates
07: Chameleon
08: My room

09: Celene
10: My boat
11: On the top of a tree
12: Lieber Tod
13: Levitation
14: Spiral tongue


Aus unserem Archiv:
Lisa Morgenstern, Freiberg, 29.10.14
Lisa Morgenstern, Berlin, 14.09.14

Lisa Morgenstern, Berlin, 02.04.15



 

Konzerttagebuch © 2010

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