Dienstag, 12. Dezember 2017

Les concerts de la semaine à Paris du 11 au 17 décembre 2017

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Encore 2 semaines de concerts en 2017 et puis l'affaire est pliée! Mais cette semaine est encore assez riche en concerts, surtout la scène française reste dynamique. Mais ce sont des irlandais qui m'intéressent le plus, je parle des cultes  Frank & Walters (photo archive par Oliver Peel ©) et de leur power pop ultra mélodieuse. Ils vont se produire le 15 décembre à Petit Bain.




11: Vale Poher, Alexia Gredy et Nouvelle Frontière Pop-up du Label
11: Albin de la Simone, Café de la Danse
11: Damen Rice, Olympia
11: Aude Juncker, Abracadabar
11: VedeTT, Rose Tiger, French Connection, Supersonic
12: Albin de la Simone, Café de la Danse
12: Zack et Hyperculte, Centre Culturel Suisse
13: Charles Aznavour, Bercy
13: Superbravo, 12 x 12 festival, 100 Rue de Charenton, Paris XII
13: Scène Sacem Chanson avec Clara Luciani, Maissiat, Baptiste W Hamon et d'autres, Les Trois Baudets, complet
13: Blaenavon, Point FMR
13: Stylist Club au Palais de Tokyo avec HollySiz, Calypso Valois, Lago 2 Feu, Mai Lan et Aloïse Sauvage
14: Tim Dup, Etoiles
14: Projection Françoiz Breut, des rivages sibyllins + concert duo, Quai de Jemmapes
14: Clio, Forum Léo Ferré
14: Oiseaux-Tempête, Stéphane Pigneul et Frédéric Oberland, Le Bal
14: Jaune et Louis Piscine et Eda, FGO-Barbara
14: Vale Poher showcase Fabrique Balades Sonores
14: Stéphane Laporte/Domotic, Cité Lumière, Ojard, Olympic Café
14: Tracy Bryant, Mnnqs, Territory, Espace B
15: Kim, Boule Noire
15: Frustration et Marietta et Canibale, Festival les Aventuriers, Fontenay-sous-Bois, Espace Gérard Philippe
15: Vale Poher, Le Motel
15: Priestess, La Machine du Moulin Rouge
15: Les Nuit Zébrées de Noël à la Machine du Moulin Rouge, avec Petit Fantôme, Bon Voyage Organisation, Altin Gün, Ichon, Superpoze; Mehmet Aslan, Shadi Khries, gratuit
15: Josh/Astre, Gisèle Pape, Le Zorba
15: New Model Army, Trabendo
15: Oiseaux-Tempête, Paul B., Massy
15: The Frank & Walters, Petit Bain
16: Veronique Sanson, Olympia
16: Kawaii, Chair de Poule
17: Lysistrata, La Maroquinerie
17: Veronique Saison, Olympia


Freitag, 8. Dezember 2017

New Fall Festival Tag 3, Glen Hansard, Düsseldorf, 18.11.2017

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Konzert: New Fall Festival / Glen Hansard 
Ort: Tonhalle
Datum: 18.11.2017
Dauer: 140 min
Zuschauer: ca. 2.000 (ausverkauft)



Die Tonhalle ist und bleibt das Herzstück des New Fall Festivals. Nachdem im letzten Jahr wegen diverser Probleme eine Messehalle für die größten Konzerte herhalten musste, gab es in diesem Jahr zumindest drei Konzerte in Düsseldorfs Prachtbau, direkt am Rhein.

Tom Odell sorgte am Abend zuvor für den poppigen Teil, bevor am Samstag dann mit Glen Hansard und Michael Kiwanuka zwei Großmeister in den Kategorien Folk und Soulrock gastierten. 

Das Konzert von Glen begann daher bereits um 17:00 Uhr mit einem 30-minütigen, fast andächtigen Vortrag des jungen Dänen Lasse Matthiessen, der seine Ansagen in perfektem Deutsch absolvierte. Präsentiert wurden sehr getragene Balladen an der akustischen Gitarre. Nett anzuhören war das, aber in Erwartung des Orkans den alle erwarteten aber doch etwas zu introvertiert um wirklich zu fesseln. 

Glen Hansard hat wohl die Tour mit Eddie Vedder im Sommer (bei der er den Support bestritt) sehr gut gefallen. Der Bühnenaufbau war fast identisch  mit Vedders in der Zitadelle, sogar die alte Bandmaschine als Schlagzeugersatz hatte er abgeschaut. "Lernen von den Besten" war also das Motto des Abends. 

Ansonsten fehlten eine Band oder Streicher völlig. Nur zu den Zugaben sollte es mit seinem alten Kumpel Rob Bobnik von den Frames eine weitere Gitarre auf der Bühne geben.



Hansard beginnt zunächst ruhig mit "High Hope" und "My little ruin", aber danach bricht mit "When your mind`s made up" schon ein irres Schrei-und Gitarrengewitter los. Eine Version die jetzt schon die meisten von den Sitzen reißt. 

Andere nutzen so etwas wohl für die letzte Zugabe, hier sind noch mehr als zwei Stunden offen. Obwohl Hansard sich auf dieser Tour weniger auf die Hits seiner früheren Bands und diverse Cover-Versionen verlässt, schafft er den großen Wurf bis zum Ende. 

Einzig die Stimme wirkt heute oft zu kreischend, mit seiner großen Band im Rücken klang das im letzten Jahr noch etwas besser. Ansonsten wird wild improvisiert, wie immer. Piano, Mundharmonika, Bandmaschine, alles kommt zum Einsatz. 



Und er hat den einen Song, der Oscarsong, der nur in Gedanken schon Gänsehaut verbreitet. Die ersten Worte genügen, auch ohne weibliche Stimme verliert er nichts von seinem magischen Zauber. Eine Ballade, wie sie schöner nicht sein könnte: "Take this sinking boat and point it home / We've still got time / Raise your hopeful voice you have a choice / You'll make it now."

Die Songs danach sind erstmal weniger wichtig, wie kann man so etwas tolles auch mitten im Set spielen. Es ist ein Mix seiner Soloalben, erst bei den Zugaben wird wieder mehr variiert. 

"Song of Good Hope" singt er, wie früher, unverstärkt in die große Halle. Der einfache Blues "Way back in the way back when" wird durch die einleitende Geschichte erst richtig interessant, und der zu frühe Tod von Malcom Young  beschert uns eine spontane Version von "Gimme a bullet." Da darf der Roadie mitjammen und wird unter Applaus auf die Bühne gebeten.

Ein Künstler mit großer Ausstrahlung und breitem Repertoire verlässt danach die Bühne und wird zurecht gefeiert. Hansard hat sich seit dem Beginn seiner Karriere, als Gitarrist der Band im  Kinofilms "The Commitments", einen Traum erfüllt, aus dem er bisher nicht mehr aufwachen musste. Jeder spürt seine Dankbarkeit, und erhält dafür einen unvergesslichen Abend als Geschenk. 

Fotos: Jill Watson


Dienstag, 5. Dezember 2017

New Fall Festival Tag 2, Sophia, Düsseldorf, 17.11.2017

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Konzert: Sophia / New Fall Festival
Ort: Düsseldorf
Datum: 17.11.2017
Dauer: 95min
Zuschauer: ca.400



Der zweite Abend des New Fall Festivals hielt einen besonderen Leckerbissen bereit. Sophia spielten, ebenfalls im kleinen Bachsaal über der Johanneskirche, und es wurde ein magischer Abend. 

Robin Proper-Sheppard und sein Projekt Sophia ist so etwas wie die Schnittmenge fast aller Konzerttagebuch-Autoren, und dies schon lange bevor viele von uns sich überhaupt kannten. Die melancholischen, manchmal poppigen und selten auch sehr lauten Kompositionen sind einfach ein Genuss.

Ich sah ihn zum ersten Mal ebenfalls in einer Kirche, am 16.04.2001 in Krefeld, und wurde seitdem nie enttäuscht. Nach einer längeren Pause gab es letztes Jahr bereits eine längere Tour zum neuen Album "As we make our way", das alle Facetten seines bisherigen Werkes perfekt abdeckt, und für Neulinge von Sophia durchaus als Einstiegswerk zu empfehlen wäre. 



Bei diesen Gigs spielte Robin dann auch das Album komplett, begleitet von seiner ausgesprochen jungen Band, und präsentierte nur wenige ältere Songs. Um so aufgeregter wurde ich, als Robin in Düsseldorf gleich zu Beginn bemerkte dieser, letzte Leg der Tour, wäre reserviert für alte Songs, die er schon lange nicht mehr live gespielt hätte. 

Was folgte war ein traumhafter Abend an dem wirklich nichts auszusetzen war. Fast alle Lieblingssongs folgten im Minutentakt, teils in neuen Versionen. "I left you" gleich zu Beginn, "So slow" direkt danach, wie schön dies alles noch einmal zu hören.



"Desert Song", "It`s easy to be lonely", was hätte mit diesen Songs alles passieren können. Leider hielt das musikalische Leben für Robin nur einen, kleinen Radiohit bereit. "Oh my love" ist auch heute noch ein zeitloser, grandioser Song. 

Am Ende, Robin ist zu allem Überfluss auch noch bester Laune (früher war das eher eine Seltenheit), eine fast 15minütige Version des "River Songs", danach war alles gesagt. 



Ohne missionarischem Eifer kann ich nur jedem Tagebuch-Leser, der noch nicht mit dem Werk von Sophia vertraut ist, eine Hörprobe ans Herz legen. Es könnte ihre winterliche Playlist entscheidend verändern, versprochen.

Allen anderen sei das umfassende Konzert-Dokument  auf 3 CD`s empfohlen. Mehr Infos dazu auf der Website unter http://www.sophiamusic.net/

Fotos: Michael Graef]


Montag, 4. Dezember 2017

Les concerts de la semaine à Paris du 4 au 10 décembre 2017

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Encore 3 semaines jusqu'à Noël et on constate qu'il y a de moins en moins de groupe internationaux qui tournent à Paris (exception cette semaine: Dépêche Mode). Mais la scène musicale française possède plein de projets passionnants comme June Bug, Pauline Drand, The Rodeo, Julien Pras, Rivkah, Octave Noire, Juniore, Eloïse Décazes, Alice et Moi (et bien d'autres) qui sont tous en concert cette semaine. Moi j'attends avec l'impatience le sublime groupe franco-canadien Plumes (photo) qui va jouer dans la cave culte du Pop In le mardi 5 décembre.




04: Safia Nolin, La Loge
04: Plants And Animals, Helena Deland, Emilie & Ogden, Maroquinerie
04: Melanie di Biasio, Trianon
05: Cloud Nothings, Point fmr
05: Plumes, Pop In
05: Bumpkin Island + Laura Perrudin, FGO-Barbara
05: Her, Bataclan
05: June Bug, International
05: Depeche Mode, Bercy
06: Matt Hollywood (guitariste Brian Jonestown Massacre), Batofar
06: Le Refuge, Grand Marché Stalingrad-La Rotonde: concert de The Rodeo
06: VioleTT Pi, Keith kouna, Reliefs, Petit Bain
06: Lewis Evans et Pauline Drand, Le Pop-up du Label
06: Julia Palombe, Boule Noire
06: Erka, Les Trois Baudets
06: Pointe du Lac, Blam & Log, The Unlikely Boy, Supersonic
06: Xavier Boyer et Julien Pras et Barbe Bleue, Point Ephémère
07: Octave Noire + Angel Fall, FGO-Barbara
07: Eloïse Décazes et Eric Cheneaux, Centre Culturel Nouvel-Tessier
07: Baio, Pop-up du Label
07: Juniore + Elliot Maginot + Nord, Petit Bain
07: Idles, Point Ephémère
07: Ben Harper, Trois Baudets
07: Pilote et Presque l'Amour, Olympic Café
07: Rivkah & Friends, CRL10
08: Destroyer, Petit Bain
08: Alice et Moi, Pop-up du Label
08: Chiens de Faïence, No reason, Belmont Witch, Pop In
09: Gogol Bordello, Trianon
08: Wolves In The Throne Room et Aluk Todolo, Glazart
09: Soirée Bordures avec Savon Tranchand, Fatherkid, Gagnot, McCloud, FGO-Barbara
09: Chien de Faïence, Le Pop In
09: Soirée Telescope, avec Phoencian Drive + Blurry Mountain, Olympic Café
10: Lecture musicale de Maud Lübeck, 17h, Maison de la poésie



Sonntag, 3. Dezember 2017

New Fall Festival Tag 1, Die Höchste Eisenbahn, Julien Baker, Düsseldorf, 16.11.2017

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Konzert: New Fall Festival 2017
Ort: div.
Datum: 16.11.2017
Dauer: div.
Zuschauer: div.



Für alle auswärtigen Leser nochmal vorab zu Erklärung: Das New Fall Festival findet zeitgleich in Düsseldorf und Stuttgart mit ähnlichem Programm, am gleichen Wochenende statt. Der Begriff Festival ist insofern etwas verwirrend, da für jedes Konzert einzeln Tickets erworben werden müssen und auf Grund der lästigen Überschneidungen meist nicht mehr als zwei Konzerte pro Tag besucht werden können.

Ansonsten gab es aber auch in diesem Jahr wieder gar nichts zu meckern. Die außergewöhnlichen Säle, eine perfekte Organisation und kurze Wege zeichnen das Festival aus. 



Tradition hat auch, dass die Festivalmacher ihre Gäste fast immer persönlich (von der Bühne aus) begrüssen. Und so lässt es sich "Direktor" Hamed Shahi Moghanni auch diesmal nicht nehmen, vor dem Konzert der Höchsten Eisenbahn im Robert-Schumann Saal zu sprechen. 

Diesmal hat er prominente Begleitung mitgebracht. Witzelt die Band im Anschluss noch darüber, Campino sei doch wohl der "echte" Bürgermeister von Düsseldorf, ist Thomas Geisel gekommen um die Verbundenheit zu dem, für Düsseldorf im Pop/Rockbereich auch nach außen strahlenden Festival, zu bekunden. 



Danach betreten dann Die Höchste Eisenbahn die Bühne und starten mit ihrem Mix aus Songs deutscher Texte und vieler launiger Ansagen, die wohl der Länge des geplanten Konzertes geschuldet sind. Musikalisch wirkt das Konzert überraschend frisch und persönlich, erinnert mit seiner poetischen Wortwahl und Instrumentierung an die Flowerpornoes oder die Sterne (allerdings ohne den politischen Ansatz). 



Verträumte Geschichten von Liebe, Entlieben und dem Chaos des Alltags, hier klingt es viel optimistischer und unverkrampfter als bei anderen deutschen Band der Stunde. (AMK, vwL). 

Lange spielen Sie, ("Timmy" und "Woher denn" packen mich am meisten) und es stellt sich das übliche, ungute New Fall Gefühl ein..."werden wir es rechtzeitig in die Johanneskirche zu Julien Baker schaffen ?"



Schließlich klappt aber wieder alles (incl. Blitzbesuch in der Altstadt) und wir betreten den Bachsaal der Kirche, malerisch gelegen am Martin Luther Platz und stilvoll illuminiert. Der Saal befindet sich praktisch hinter und über dem eigentliche Kirchenschiff und bietet trotzdem noch eine Empore mit Sitzplätzen sowie einen schnuckeligen, kleinen Stehplatzbereich. 

Investigativ erfahre ich: der Küster wohnt noch über dem Saal, ein Grund mehr warum hier wohl selten Konzerte stattfinden, sehr schade.



Zu Julien Baker haben wir bereits oft und viel geschrieben. Das Publikum war anscheinend auch gut vorbereitet und quittiert den minimalistischen und ruhigen Auftritt mit fast beängstigender Stille, (zumindest während der Songs) was sehr angenehm ist. 

Gerne hätte ich nach den diversen Touren diesmal ein Band auf der Bühne gesehen, das ist aber nicht der Fall. Julien spielt ein genau einstündiges Set und verschwindet dann ohne echte Zugabe nach "Something" von Bühne. 



Schade, elf Songs (darunter neue Songs am Piano) sind doch etwas arg kurz. Ihre Klasse blitzt immer wieder auf (Turn out the lights, Funeral Pyre) aber ein neuer Impuls fehlte leider.

Am Ende geht es wieder die steile Wendeltreppe hinab vor die Kirche und man freut sich schon auf den nächsten New Fall Tag in Düsseldorf mit Sophia

Fotos: Michael Graef






Freitag, 1. Dezember 2017

Konzerttipps für Sachsen, Dezember 2017

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Das Jahr geht auf die musikalische Zielgerade und eines der Highlights in Chemnitz ist natürlich die Mania, die wie immer innerhalb weniger Tage ausverkauft ist.



Chemnitz 
02.12. Horst Adler Kapelle – Record Release @Weltecho 
04.12. Janda @Inspire 
06.12. Planting Robots @aaltra 
07.12. IVATU @Odradek 
08.12. Dämse @aaltra 
08.12. Still Trees – Record Release @Atomino 
11.12. Frida Lou @Kunstsalon Rosenhof 
11.12. A Choir Of Ghosts @Inspire 
14.12. No Money Kids @aaltra 
15.12. Dyse @Atomino 
15.12. Conny Ochs @Odradek 
20.12. x-mas-boys @Scala Adorf 
25.12. Mania for the dead @Atomino 
26.12. Mania for the dead @Atomino 
29.12. Atlas Ahead – Record Release @Weltecho 

Dresden 
01.12. Honig & Lotta Sleeps @Blue Note 
01.12. Klez.e @Beatpol 
02.12. Awkward I, Brother Grimm, Janda @Blue Note 
02.12. Bohren und der Club of Gore @Beatpol 
05.12. Barrenstein @Beatpol 
07.12. Meute @Beatpol 
07.12. KATIJU @ @Jazzclub Tonne 
07.12. Impala Ray @Ostpol 
08.12. Johnossi @Beatpol 
09.12 The Prosecution @Beatpol 
10.12. Jingle Crimes @Die100 
12.12. Malky – Play Acoustic Trio @Jazzclub Tonne 
14.12. Heisskalt @Beatpol 
14.12. Johanna Summer Trio @Jazzclub Tonne 
15.12. The Flying Eyes @Beatpol 
17.12. Mighty Oaks @Alter Schlachthof 
18.12. Kim Janssen @Beatpol 
21.12. Jarése @Die100 
22.12. The Picturebooks @Scheune 

Leipzig 
01.12. Russkaja @Werk2 
01.12. Brother Grimm, Janda @Horns Erben 
01.12. FIBEL @Noch Besser Leben 
02.12. Honig & Lotta Sleeps @Horns Erben 
02.12. Karl die Große @Neues Schauspiel 
04.12. Dame @Täubchenthal 
08.12. Who Made Who (Support Blond) @UT Connewitz 
08.12. Treptow @Noch Besser Leben 
09.12. Marmitako @Horns Erben 
09.12. Lotta Sleeps @Noch Besser Leben 
11.12. Lydia Lunch @UT Connewitz 
14.12. Wolf Mahn @UT Connewitz 
14.12. Atlas Bird @Neues Schauspiel 
15.12. Keimzeit @Täubchenthal 
15.12. Le – Than Ho @Pool Garden 
15.12. Cox And The Riot @Noch Besser Leben 
16.12. Conny Ochs @Noch Besser Leben 
17.12. Malky @Täubchenthal 
23.12. The Picturebook @Werk2 
#29.12. Spin Machine @Noch Besser Leben 
29.12. Northern Lite @Täubchenthal Zwickau 
01.12. Paul Millns @Alter Gasometer 
02.12. Stoppok @Alter Gasometer 
15.12. Gruppa Karl-Marx-Stadt @Alter Gasometer 
28.12. Northern Lite @Alter Gasometer


She Owl, Karlsruhe, 29.11.17

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Konzert mit She Owl im Europaviertel in Karlsruhe
Datum: 29. November 2017
Dauer: 100 min
Zuschauer: 20


Bericht von Renate mit Fotos von Matthias - vielen Dank!!

Es war schon dunkel - der ein oder andere Konzertbesucher sagte noch zu oder ab, aber die Band She Owl war noch nicht in Sicht. In unserer Phantasie fuhren sie durch dichte Wälder über kurvige Strassen, die Scheibenwischer kratzten den Eisregen von der Windschutzscheibe. Endlich waren sie da, nach sechs Stunden Autobahn, Stau, Wintereinbruch in Bochum, wo sie am Vorabend in der Bastion gespielt hatten.


Schnell war alles ausgepackt und aufgebaut, nur noch ein kurzes Abendessen, da spielten und sangen sie schon. Die anfängliche Erschöpfung von der Reise mündete bald in intensives Ausleben ihrer Musik. Jolanda setzte virtuos ihre Stimme ein, um das Publikum in ihren Bann zu ziehen. Sie am Piano, begleitet von Damian mit Gesang und Gitarre, wechselten sie sich ab mit Harfe, Schellen und Trommel.



Es war im Jahr 2014, als der Anruf kam. Sie waren gerade in den Alpen in Norditalien, in einem Haus mit ganz vielen Katzen. Ein Angebot aus Californien sollte ihr Leben verändern. Der Drummer von Rage against the machine wollte Jolanda am Piano der Band Last Internationale. So zogen sie für drei Monate für Aufnahmen und Konzerte nach L.A. . Aber das war nicht ihr Leben, nicht diese Stadt. Zu viele Eindrücke erdrückten sie, dieses für sie rauhe Leben, das konnten, wollten und brauchten sie nicht. Verarbeitet haben sie ihre Erlebnisse mit dem Stück Mimla.



Sie spielen lieber auf kleinen Bühnen und erleben ihr Publikum hautnah. Auftritte wie auf dem Nürnberger Brückenfestival mit 500 Zuschauern sind auch mal gut, genauso schön war das Konzert am Vorabend in der Bastion, einem kleinen Theater in Bochum, mit 16 Zuhörern. Bei Animal Animal animierten sie uns zum Singen des Chorus. Nach einem Repertoire ihrer eigenen Stücke coverten sie als Zugabe Brian Eno und Brendan Perry: Da war Damians Stimme - in allen bisherigen Stücken nur die Begleitung - ganz präsent. Schade, warum nur bei Saturdayˋs Child?


Später habe ich erfahren, dass Damian zehn Jahre lang Frontsänger war und nun Jolanda beim Gesang den Vortritt lassen möchte. So ein Gentleman! Jolanda findet, dass die Musikszene männlich dominiert ist und möchte dem entgegenwirken, mit Projekten wie dem HERfest (2015 in San Francisco und 2016 in Halle/Saale).
 

Die nächste Tour führt die beiden im Dezember durch Italien. Im März 2018 gehen sie als Band-Trio (wieder) gemeinsam mit Gus Ring auf Tour.

Setlist:
01: Fisherman Queen
02: Over the bones
03: About the Sea
04: Wolf Tale
05: She cries a river
06: War Within
07: Before the night
08: Glass
09: Behind the stars
10: She Owl
11: Mimla
12: Animal Animal


13: By this River (Z, Brian Eno)
14: Saturday's Child (Z Brendan Perry from Dead Can Dance) 


Aus unserem Archiv:
She Owl, Adorf, 02.07.16
She Owl, Karlsruhe, 25.05.15



Donnerstag, 30. November 2017

Les concerts en décembre à Paris

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Les concerts en décembre à Paris

C'est bientôt Noël ! Mais avant on profite encore un peu de la vie musicale à Paris. Le concert que j'attends avec la plus grande impatience aura lieu le 15 décembre quand les très cultes irlandais The Frank & Walters (photo archive par O Peel) vont investir Petit Bain! Mais il y a plein d'autres bons trucs.





01: Elton John, Bercy
01: Opal Sword x Halley, Poulainjar, Le Zorba
01: Nicolas Paugam & Bertrand Belin, La Java
01: Sierra Manhattan + François Virot, Olympic Café
01: Bernard Lavilliers et Clara Luciani, Olympia
01: Kid Congo & The Pink Monkey Birds, Petit Bain
01: Shame, Point Ephémère
01: Véronique Sanson, Salle Pleyel
01: Baxter Dury, Trianon, complet
02: Hercules & Love Affair, Trabendo
02: Bernard Lavilliers et Clara Luciani, Olympia
02: Véronique Sanson, Salle Pleyel
02: Vitalic, Zénith
02: François Atlas & Bostgehio, Jaune, Dilo Roman
03: Depeche Mode, Bercy
03: Bernard Lavilliers et Clara Luciani, Olympia
03: London Grammar, Zénith
04: Safia Nolin, La Loge
04: Plants And Animals, Helena Deland, Emilie & Ogden, Maroquinerie
04: Melanie di Biasio, Trianon
05: Cloud Nothings, Point fmr
05: Plumes, Pop In
05: Bumpkin Island + Laura Perrudin, FGO-Barbara
05: Her, Bataclan
05: June Bug, International
05: Depeche Mode, Bercy
06: Matt Hollywood (guitariste Brian Jonestown Massacre), Batofar
06: Le Refuge, Grand Marché Stlaingrad-La Rotonde, concert de The Rodeo
06: Lewis Evans et Pauline Drand, Le Pop-up du Label
06: Julia Palombe, Boule Noire
06: Pointe du Lac, Blam & Log, The Unlikely Boy, Supersonic
06: Xavier Boyer et Julien Pros et Barbe Bleue, Point Ephémère
07: Octave Noire + Angel Fall, FGO-Barbara
07: Eloïse Décazes et Eric Cheneaux, Centre Culturel Nouvel-Tessier
07: Baio, Pop-up du Label
07: Juniore + Elliot Maginot + Nord, Petit Bain
07: Idles, Point Ephémère
07: Pilote et Presque l'Amour, Olympic Café
07: Rivkah & Friends, CRL10
08: Destroyer, Petit Bain
08: Alice et Moi, Pop-up du Label
09: Gogol Bordello, Trianon
08: Wolves In The Throne Room et Aluk Todolo, Glazart
09: Soirée Bordures avec Savon Tranchand, Fatherkid, Gagnot, McCloud, FGO-Barbara
09: Chien de Faïence, Le Pop In
09: Soirée Telescope, avec Phoencian Drive + Blurry Mountain, Olympic Café
11: Albin de la Simone, Café de la Danse
11: Vale Poher, Alexia Gredy et Nouvelle Frontière Pop-up du Label
11: Damen Rice, Olympia
11: Aude Juncker, Abracadabar
11: VedeTT, Rose Tiger, French Connection, Supersonic
12: Albin de la Simone, Café de la Danse
12: Zack et Hyperculte, Centre Culturel Suisse
13: Charles Aznavour, Bercy
13: Blaenavon, Point FMR
13: Stylist Club au Palasi de Tokyo avec HollySiz, Calypso Valois, Lago 2 Feu, Mai Lan et Aloïse Sauvage
14: Tim Dup, Etoiles
14: Projection Françoiz Breut, des rivages sibyllins + concert duo, Quai de Jemmapes
14: Clio, Forum Léo Ferré
14: Oiseaux-Tempête, Stéphane Pigneul et Frédéric Oberland, Le Bal
14: Jaune et Louis Piscine et Eda, FGO-Barbara
14: Vale Poher showcase Fabrique Balades Sonores
14: Stéphane Laporte/Domotic, Cité Lumière, Ojard, Olympic Café
14: Tracy Bryant, Mnnqs, Territory, Espace B
15: Kim, Boule Noire
15: Frustration et Marietta et Canibale, Festival les Aventuriers, Fontenay-sous-Bois, Espace Gérard Philippe
15: Vale Poher, Le Motel
15: Priestess, La Machine du Moulin Rouge
15: Les Nuit Zébrées de Noël à la Machine du Moulin Rouge, avec Petit Fantôme, Bon Voyage Organisation, Altin Gün, Ichon, Superpoze; Mehmet Aslan, Shadi Khries, gratuit
15: Josh/Astre, Gisèle Pape, Le Zorba
15: New Model Army, Trabendo
15: Oiseaux-Tempête, Paul B., Massy
15: The Frank & Walters, Petit Bain
16: Veronique Sanson, Olympia
16: Kawaii, Chair de Poule
17; The Wave Pictures, Os Noctambulos, Niko Yoko, Espace B
17: Lysistrata, La Maroquinerie
17: Veronique Saison, Olympia
18: Jessica 93, La Maroquinerie
18: Estelle Meyer, Trois Baudets
18: Rufus Wainwright, Bouffes du Nord
19: Soulwax, Casino de Paris
19: Wellbird, Le Silencio
19: Requin Chagrin, Juniore, Festival les Aventuriers, Fontenay-sous-Bois, Espace Gérard Philippe
20: Alison Moyet, Alhambra
20: Maissiat, Le 104
20: My Baby, Pop-up du Label
21: Aquaserge + Julien Gasc, Paul B, Massy
21: Veronique Sanson, Olympia
22: Ambrose, Pop-up du Label
22: Veronique Sanson, Olympia
23: Veronique Sanson, Olympia
23: Ema, Supersonic




Montag, 27. November 2017

Gudruns Konzerttipps im November

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Das Dezemberkonzertprogramm ein wenig vorsortiert und wärmstens ans Herz gelegt.
 

Yasmine Hamdan 
28.11. Berlin / Berghain
29.11. Berlin / Berghain (Zusatzkonzert)

Riikka Timonen & Senni Eskelinen
28.11. Potsdam / Galerie-Bar 11-LINE
29.11. Kiel-Friedrichsort / Bethlehemkirche
30.11. Minden / BÜZ "Nordische Reihe“
01.12. Hamm / Thomas KulturKirche
02.12. Castrop-Rauxel / Kulturzentrum Agora, Suomi 100 celebration
03.12. Rheda-Wiedenbrück / Abrahams Restaurant und Eventlocation
04.12. Köln / Gold-Kraemer-Saal
06.12. Stuttgart / Ifa-Institut für Auslandsbeziehungen
07.12. Karlsruhe / Tollhaus
08.12. Ravensburg / Figurentheater
09.12. Gera / Musikschule Heinrich Schütz
10.12. Lüneburg / Museum

 


Martin Kohlstedt
Martin Kohlstedt, Weimar, 22.11. 17

29.11. Köln Altes Pfandhaus
30.11. Münster Pumpenhaus
01.12. Hannover Schauspiel
02.12. Bremen Kito
05.12. Nürnberg Neues Museum
06.12. Mannheim Alte Feuerwache
07.12. Zürich Bogen F
08.12. Wien Konzerthaus
09.12. Linz Posthof
10.12. München Technikum
15.12. Berlin Silent Green
16.12. Berlin Silent Green
17.12. Berlin Silent Green
21.12. Hamburg Elbphilharmonie

Sofia Talvik
 

30.11. APEX  Göttingen
01.12. Konzertscheune Gefrees  Gefrees
02.12. Kunsthaus Meiningen Meiningen
03.12. House Concert Dachau
07.12. Café Parapluie Weiden In Der Oberpfalz
08.12. Kleinkunstbühne Q24 Pirna
09.12. St. Barbara Zwickau
10.12. Paper Moon Halberstadt
13.12. Spieker Eckernförde
14.12. Wirkhof Strücken Rinteln
15.12. Tanzclub Let`s Dance Marl
16.12. KULTUS Das Café Grevenbroich

Einar Stray

Einar Stray, Nürnberg, 12.04.17

30.11 Hannover Feinkostlampe
01.12 Wuppertal Utopiastadt
03.12 Münster Pension Schmidt
05.12 Stuttgart Cafe Galao
06.12 Jena Glashaus
07.12 Frankfurt/M Brotfabrik Frankfurt
08.12 Oberhausen Drucklufthaus
09.12 Halle/S. OBJEKT 5

Spirit Fest
 

01.12. Genf  
02.12. Lyon
03.12. Luzern   
04.12. Crailsheim
05.12. Landau
06.12. Lüttich   
07.12. London   
10.12. Berlin   
11.12. Hamburg   

Geoff Berner
 

01.12. Berlin, Supamolly
03.12. Bremerhaven, Pferdestall
04.12. Hamburg, Astra Stube
05.12. Dresden, Societaetstheater
07.12. Hannover, Feinkost Lampe​
08.12. Mannheim, Altes Volksbad
09.12. Nürnberg, Villa Leon​
10.12. Dachau, Cafe Gramsci
11.12. Zürich, El Lokal
14.12. Augsburg, Kresslesmühle

Janda
 

02.12. Erfurt Wohnzimmerkonzert
03.12. Dresden Wohnzimmerkonzert
04.12. Chemnitz INSPIRE Chemnitz

Siv Jakobson supporting Charlie Cunningham
 

04.12. Oldenburg  Kulturetage
06.12. Mainz  Capitolkino
08.12. Ghent Handelsbeurs Conzertzaal
09.12. Erfurt Franz Mehlhose
12.12. Zürich Bogen f
13.12. Lausanne  La romandie
 


Mine

Mine, Stuttgart, 21.12.15

05.12. MusikZentrum Hannover, Hannover
06.12. Uebel und Gefährlich& Gefährlich, Hamburg
07.12. Luxor Köln, Köln
08.12. Kulturzentrum Lagerhaus, Bremen
09.12. FZW Club, Dortmund
10.12. Schlachthof Wiesbaden, Wiesbaden
12.12. Skaters Palace, Münster
13.12. Columbia Theater Berlin, Berlin
14.12. Kulturzentrum E-Werk, Erlangen
15.12. Conne Island, Leipzig
16.12. Ampere, München
17.12. Im Wizemann, Stuttgart


Ida Gard
 

07.12. Weiden, Max-Reger-Halle
08.12. Leipzig, Moritzbastei
09.12. Magdeburg, Ravelin 2
10.12. Osnabrück, Rosenhof
12.12. Wolfsburg, Hallenbad

Aquaserge
 

08.12. Berlin / Marie-Antoinette
09.12. Köln / King Georg
10.12. Hamburg / Nachtasyl
11.12. Schorndorf / Das éclat


Les concerts de la semaine à Paris du 27 novembre au 3 décembre 2017

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Pitchfork Paris, le Festival les Inrocks, le BBMix à Boulogne Billancourt, tout ça est derrière nous, mais il y a toujours pas mal de concerts avant les fêtes. Un des temps forts de cette semaine certainement le concert de La Féline (photo archive par Oliver Peel ©) à La Boule Boire le 29 novembre. Mais la pop psychédélique d'Athanase Granson, qui va se produire au Motel le mardi 28 mérite aussi votre attention.




27: Mariam The Believer + Charlotte & Magon, Olympic Café
27: Dinner x Jannis Noya Markrigiannis x Pastel Coast, Pop-up
27: Mélie Fraisse, Trois Baudets
28: Tortorro, Badaboum
28: Karl Blau, Espace B, annulé
28: Faire, La Maroquinerie
28: Chapelier Fou, Le 104
28: Bernard Lavilliers, Olympia
28: Girls In Hawaii, Trianon
28: Sonic Jesus, Joujou Jaguar, Twlve, Supersonic
28: Athanase Granson, Motel
28: Compil Day de la Passarelle.2 at O Gib Montreuil
28: Claire Laffut, Les Amants, Ici, Trois Baudets
28: Festival de Ménilmontant avec JP Nataf et Superbravo, La Java
29: Public Service Broadcasting, Badaboum
29: La Féline, Boule Noire
29: Mastodon, Elysée Montmartre
29: Vincent Delerm, Cigale
29: Fabrizio Cammarata, Studios Ferber
29: Kali Uchis, La Maroquinerie, reporté
29: Dillon, Carreau du Temple
29: Bernard Lavilliers, Olympia
30: Keep Dancing Inc, Olympic Café
30: Témé Tan, Hasard Ludique
30: Hyacinthe, Safia Bahmed Schwartz, Veerus, FGO-Barbara
30: BRNS et White Wine, Trabendo
30: The Fleshtones, Petit Bain
30: Bernard Lavilliers, Olympia 
30: Veronique Sanson, Salle Pleyel
30: Benjamin Biolay et Clara Luciani, Zénith

Décembre

01: Elton John, Bercy
01: Nicolas Paugam & Bertrand Belin, La Java
01: Sierra Manhattan + François Virot, Olympic Café
01: Bernard Lavilliers et Clara Luciani, Olympia
01: Kid Congo & The Pink Monkey Birds, Petit Bain
01: Shame, Point Ephémère
01: Véronique Sanson, Salle Pleyel
01: Baxter Dury, Trianon
01: Keller, La Gaité Lyrique
02: Hercules & Love Affair, Trabendo
02: Bernard Lavilliers et Clara Luciani, Olympia
02: Véronique Sanson, Salle Pleyel
02: Vitalic, Zénith
03: Depeche Mode, Bercy
03: Bernard Lavilliers et Clara Luciani, Olympia
03: London Grammar, Zénith






Sonntag, 26. November 2017

Me And Oceans, Chemnitz, 24.11.17

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Konzert: Me And Oceans
Ort: Boden der Tatsachen, Chemnitz
Datum: 24.11.2017
Dauer: 75 min
Zuschauer: 25+


4. Etage, Maisonette - irgendwo in Chemnitz. Der Boden der Tatsachen ist eine Adresse für sorgfältig ausgewählte und stets besondere Wohnzimmerkonzerte. Zu Gast heute Abend ist Me And Oceans.

Ich saß während des Konzertes da und ließ kurz meine Erlebnisse von Wohnzimmerkonzerten Revue passieren: was ist typisch? Singer/Songwriter, Gitarre, mal Cajon, mal Keyboard, auch schon mal eine Band. Der heutige Abend war im Rückblick einer der bisher ungewöhnlichsten dieser Art in solch einer Umgebung.



Me And Oceans alias Fabian Schütze gastiert mit seinem Hörerlebnis „MIR“ - Briefe an Juri (Wolkow). Die Bühne meist in blau getaucht wie das Innere einer Raumstation, ein Stück Leinwand als Fenster zur Welt - zur Erde. Musikalisch wird er begleitet von seinem Computer. Maxim Pritula liest als Einspielung die Briefe an Juri, teils in deutsch, teils in russisch.

In Szene gesetzt wird das Ganze mit Postkarten, Fotos und Live-Zeichnungen passend zu Liedern, Briefen und Zeit. Fabian hat viel zu tun im Cockpit. Und wir sitzen im Kontrollzentrum des Sternenstädtchens und verfolgen Juris Erdumrundungen in der MIR, die Zwiegespräche mit seinen Mitfliegern, die Sorgen seiner Freundin Sofia, die Geburtstagswünsche seiner Kosmonautenkollegen und Wissenschaftler oder auch die Anweisungen für die Durchführung der Experimente durch die Akademie der Wissenschaften.



Fabians Lieder zu den Briefen durchweben die Kapitel. Sie widerspiegeln das Gedankengebäude Juris in der Erdferne. Manchmal sind es auch Songs über kritische und lebensgefährliche Situationen, in denen sich die Mitbewohner der MIR selbst versichern, dass Juri schon alles in den Griff bekommen wird. Und wenn Juri sagt, er kann es reparieren, dann kann er es auch reparieren! Der Fels in der Brandung: Juri auf der MIR und Fabian auf dem Boden der Tatsachen!



Die Landung ist dann so unsanft wie das Aufprallen der Sojuskapseln in der kasachischen Wüste: wir sind zurück in der Novemberwirklichkeit in Chemnitz, ein bisschen traurig, dass so ein Flug auch immer ganz plötzlich zu Ende ist.



Glücklicherweise werden wir als Zugabe und Mutprobe musikalisch von Fabian Richtung Weihnacht nach Hause geschickt.

Das alles war eine Gefangennahme des Publikums im besten Sinne, so eingesaugt in eine Geschichte habe ich mich selten gefühlt. Ich habe eine wahnsinnig intensive Geschichte, eine fesselnde Performance von Me And Oceans erlebt und kann allen Lesern, die diese Geschichte noch nicht kennen, nur wünschen, dass sie einen dieser Abende von Fabian einmal selbst erleben dürfen.



Aus unserem Archiv 
Me And Oceans, Dresden, 07.09.14
Me And Oceans, Karlsruhe, 10.02.14 




Samstag, 25. November 2017

Martin Kohlstedt, Weimar, 22.11.17

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Konzert: Martin Kohlstedt
Ort: Deutsches Nationaltheater Weimar
Datum: 22. November 2017
Dauer: 100 min
Zuschauer: knapp 1000 (ausverkauft)


Heimat ist ein Konzept, dem ich mich immer wieder etwas verwundert nähere. Manchmal jäh geworfen und verzankt - ein andermal unerwartet geborgen und Menschen innerlichst verbunden, nur weil sie die gleiche Geburtsstadt im Ausweis zeigen. Zum Studium musste ich unbedingt weg aus der Provinzresidenz. Musste mir einen weiteren Ort heimatlich unterwerfen, wurde ein gestandener Mensch in sehr dichten Jahren. Nun ist das alles sehr, sehr lange her und im heimkommen überwiegt ein Gefühl der Dankbarkeit für das, was die kleine wunderbare Stadt dem Kind in mir so nebenbei mitgegeben hat.


Manches ist verbunden mit den lieben Menschen, den grünen Hügeln, den Flüsschen und Bächen, den Kirchen und buckligen Gassen. Vieles hängt aber an diesem markanten Gebäude am westlichen Stadtrand, wo ich in aller Selbstverständlichkeit monatlich die Staatskapelle im Konzert erlebte und das gesamte Repertoire des erstklassigen Theaters als Abo. Weil man das so machte. Musik wurde gemeinsam erlebt und in der Schule (wegen bestimmter Menschen) auch gelebt und diskutiert, zerfetzt und manches jubilierend im Herz umschlossen. Ich vergesse nicht den Tag, als ich nach so einem Konzertabend in der Schillerstraße meine erste eigene Platte kaufte.


Zu dieser wohligen Heimatsgefühlswolke zählt auch damals wie heute die magnetische Anziehungskraft meiner Heimatstadt auf die Musikanten der Welt. Entweder sie kommen als lernende oder als lehrende. Manche bleiben und erwerben sich mein Nest in Thüringen als Heimat. Und schon immer war die Wand zwischen dem was damals noch E- und U-Musik hieß besonders durchlässig und erstklassige Interpretinnen und Musiker machten hervorragend ausgebildet einfach ihr Ding. Auch provinziell verlacht (weil Weimar trägt die Nase manchmal sehr speziell), aber doch in einer Kohorte sich gegenseitig einen Rahmen schaffend.


Nun also dieser Martin Kohlstedt. Ein Nachname, wie ein Ortsname im Weimarer Umland. Jemand, dessen heimatlichen Ort ich an den Tasten sehe, weil ich erlebt habe, was da passiert, wenn er spielt. Der mich in der Kirche in Storkow vor zwei Jahren damit ganz und gar verzaubert hatte, berührt und erstaunt und so charmant eingeladen in eine Welt, die mir irgendwie vertraut schien. Auf der aktuellen Tour wollte ich ihn gern möglichst in Ruhe sehen - ohne Störer und Schubser, ganz ohne Ablenkung vom musikalischen Geschehen. Also warum nicht in "meinem" Theater, meiner kulturellen Wiege? Was sich irgendwie einrichten lassen würde. Ganz bestimmt. 


Erst in der unmittelbaren Vorbereitung des Abends, als das aktuellste Album Strom in meinen Rechner floß, klebte ich auf einmal an der Adresse: wohlbekannt, 1000 mal vorbeigelaufen, Wurfweite vom Weimarer Theater. So einer also - ein dagebliebener in meiner Stadt ... Und auf einmal wurde der Abend zu einer Heimat-Sache für uns beide. Das, was aktuell auf Tonträger gebannt, musikalisch in die Welt tritt, hatte ich ohnehin als sehr innig erlebt, als Wegweisung zu einem Sehnsuchtsort. Nicht im Sinn von Eiapopeia aber als dieses Gefühl angekommen und an einem guten Ort zu sein - Heimat eben.


Im Konzert selbst war es dann neues wie älteres Material, das sich in einer nur in diesem Moment sich materialisierenden Variante existierte und uns alle beschenkte und mitriß. Eine viel größere Rolle als erwartet hatte der Kasten in der Mitte: der ohne Tasten, aber mit Reglern und Rädchen. Der durfte auch gleich am Anfang ordentlich Bums machen und ekstatisch zelebrieren, dass sich die Bühne des DNT für diesen Abend bereit gezeigt hatte. Und auch Martin Kohlstedt war bereit und glücklich. Ganz da und bei sich und zeigte uns ruhig aber doch auch mit gebotener Aufregung, wie er sein Klanguniversum entstehen läßt.


Und es gab in diesem Moment keinen besseren Ort für mich. Ein Glück, mein Fleckchen zu herzen und zu teilen mit solchen Menschen. Und das Publikum feierte das aus ganzem Herzen. Ein ganz besonderer Abend, der noch lange in mir nachklingen wird.

Aus unserem Archiv: 
Martin Kohlstedt, Storkow, 22.08.15


 

Konzerttagebuch © 2010

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