Dienstag, 16. Mai 2017

Fink, Düsseldorf 09.05.2017

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Konzert: Fink
Ort: Savoy Theater Düsseldorf
Datum: 09.05.2017
Dauer: 90min.
Zuschauer: ca.400

Der britische Musiker Finian Paul Greenall "Fink" präsentierte sein spontan aufgenommenes Blues-Album im ehrwürdigen alten Savoy-Kino in der Düsseldorfer Innenstadt. 

Nur wenige Spielorte wurden ausgewählt, der Aufnahmeprozess für das neue (reguläre) Album von Fink läuft bereits und für den späten Herbst sind schon Konzerte in größeren Hallen gebucht. Also eher eine Herzensangelegenheit, der hier erstaunlich viele Konzertgänger folgen. 

Wie es sich für ein bestuhltes Konzert gehört, geht pünktlich um 20:00 Uhr das Licht aus und gibt den Blick auf die spärlich beleuchtete Bühne frei. Gerade vier, als Funzeln zu bezeichnende, kleine Stehlampen müssen heute reichen um einen Kellerclub zu simulieren, obwohl alleine die Deckenhöhe des Saales eher auf ein großes Stadttheater schließen lassen würde.

Ohne Support betritt Fink mit seinen drei Musikern die Bühne, klassisch besetzt mit Steelguitar, akustischem Bass und Fink an der zweiten (oft akustischen) Gitarre. 



"Hard to see you happy" bildet den Eröffnungssong, und auch dieser Titel könnte dem Blueslehrbuch entnommen sein, gerade auch deshalb weil er so verflucht gut klingt. 

Dieser Ausflug in den Blues ist für Greenall eigentlich kein Experiment. Sowohl seine Platten (die immer den düsteren und schmutzigen Klang alter Scheiben pflegten), als auch seine Konzerte hatten immer sehr viel Anteile des Blues in sich.

Das langsame, kratzige und nur ganz selten poppige Liedgut ist sein Erfolgsgeheimnis. Hier und heute tritt dieser Aspekt natürlich noch mehr in den Vordergrund. Weniger der klassische Songaufbau des Popalbums sondern das improvisierte, sich ständig wiederholende Thema der wenigen Bluesakkorde sind die Hauptakteure des Abends.

Dazwischen gibt es zur Freude der Zuschauer, die Fink heute zum ersten Mal live erleben, immer wieder die besten Songs aus den früheren Alben. Sogar "Hard Believer" und "Looking so Closely", das Greenall damals (gegen den Willen seines Produzenten) nicht aufnehmen wollte, da es ihm zu poppig erschien. 

Wie gut, dass er sich umstimmen ließ. Die Band hat sichtlich Spaß hier einfach, ohne Druck und monatelangem Tourstress, loszulegen. Fink selber ist ebenfalls viel lockerer und zu Scherzen aufgelegt, ganz anders als bei seinen früheren Konzerten. 



Leider ist die Setlist nicht allzu lang, viel Zeit zum proben war wohl nicht eingeplant und so beschließt Fink den Abend alleine an der akustischen Gitarre mit einer fabulösen Version von "Wheels". 

Ein kurzer, aber rundum gelungener Konzertabend klingt für viele an der Bar im Foyer mit einem großen Scotch aus, die Roadies trinken mit. Am nächsten Tag schon ist die Tournee vorüber und viele werden den Blues des ewig vergänglichen pflegen.


Les concerts à Paris en mai

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Les concerts à Paris en mai



En mai fais ce qui te plait. Pourquoi pas aller voir un concert ? Ok, là il fait enfin un peu beau, on pourrait rester en terrasse en buvant de la bière fraiche, mais on risquerait de rater quelque chose. Comme toujours fin mai le festival Villette Sonique (photo Oliver Peel d'une ancienne édition) propose des concerts payants en club et des concerts en plein air gratuits. Il faut pas rater mes compatriotes Einstürzende Neubauten mais il y a d'autre concerts intéressants.

Mai

15: Asgeir, Cabaret Sauvage
15: Chameleons Vox, Supersonic
15: Fishbach et Cléa Vincent, Ris-Orangis
15: Vök, Shitkid, Point Ephémère
16: Laura Cahen, Café de la Danse
16: The Kooks, Olympia

16: Erevan Tusk, Hold Your Horses, Orouni, La Java
16: Fiodor Novski, Espace B
16: Clara Luciani, Point Ephémère
16: Bebe Rexha, Palais du Tokyo
17: Xiu Xiu et Le Prince Harry, Petit Bain
17: She-Devils, Pop-Up du Label 
17: Karoline Rose, Eskimo, Alfie, La Java
17: Hugo Jargon, Kantone, Basile di Manski, Bateau El Alamein
18: Dick Annegarn, Bataclan
18: Sophie Oz, Showcase Balades Sonores
18: Powerdove, et Gaspar Claus solo, Espace en Cours
18: No More + Plomb, Le Klub

18: The New Pornographers, Divan du Monde
18: Nouvelle Vague et Liset Alea et Brisa Roché, Elysée Montmartre
18: Keren Ann, Les Etoiles
19: Keren Ann, Les Etoiles
19: Kumisolo, showcase chez Walrus
19: Eloïse Décazes et Eric Chenaux, Médiathèque Musicale de Paris
19: Kele Okereke (Bloc Party), Café de la Danse
19: Howe Gelb, Golden Boots, Gene Tripp, Naïm Amor, Pett Bain
19: Mew, Point Ephémère
19: Renaud, Zénith
20: Renaud, Zenith
20: Vagina Town + Tropical Horses, Le Zorba
20: Rejjie Snow et Sporting Life, Le TrabendO, complet
20: Lonny Montem en acoustique, Théâtre de 'Essaïon 
20: Aldous Harding, Olympic Café
21: Karaocake, Chevalrex, Perio, Supersonic
22: Adian Coker, Pop-Up du Label
22: Circe Deslandes, Eric Lemuet, Cérémonie, Supersonic
22: La Louise en showcase à La Passerelle.2
22: The French Escape Festival avec The Districts + Gold Glass + Fazerdaze, La Maroquinerie
23: The French Escape Festival avec Childhood, Fil B Riva + Idea + Saint PHNX, La Maroquinerie
23: Liior Shoov, Le 104
23: Low Roar et Casey Dienel, Badaboum
23: Vieux Farka Touré, Café de la Danse
23: Sleaford Mods, La Gaité Lyrique
24: Death in Vegas, La Gaité Lyrique
24: Diane Birch et Moonia, Trois Baudets
24: Triptides, Thomas Subiranin, Espace B
24: First Hate, Petit Bain
24: Futuro Pelo, Pop-up du Label
24: Kane Strang x White, La Boule Noire
24: HMLTD, Point Ephémère
24: The Molochs et Joujou Jaguar, La Mécanique Ondulatoire
25: Villette Sonique 2017 avec Keli Haino & Merzbow & Balàzs Pandi + Afrirampo + Puce Mary, Le Trabendo
26: Royal Trux, Doueh & Cheveux, Villette Sonique 2017, La Grande Halle de la Villette
27: British Sea Power, Nouveau Casino
27: Annette Peacock, Villette Sonique 2017, Cité de la Musique
28: Villette Sonique 2017, concerts en plein air à partir de 15h: Scène Périphérique: The Goon Sax + Kokoko + Princess Nokia + Volition Immanent + Randomer
28: Einstürzende Neubauten et Jenny Hval, Grande Halle de la Villette
29: Pi Ja Ma, La Loge
30: Broken Social Scene, Alhambra
30: Pond, Gaité Lyrique
30: Villette Sonique 2017: Winter Family et La Terre Tremble !, La Station-Gare des Mines
30: Grand Blanc et Samba de la Muerte, Trabendo
31: Sondre Lerche, Boule Noire
31: Sea Pinks et Lièvre Lunaire, Supersonic
31: Julie Byrne, Pop-Up du Label
31: Villette Sonique 2017: The Make-Up + The Blind Shake, Cabaret Sauvage
31: Why?, Trabendo
31: Klô Pelgag, Divan du Monde



Montag, 15. Mai 2017

Apples in Space, 13.05.17, Adorf

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Konzert: Apples in Space
Ort: Scala Adorf
Datum: 13.05.2017
Dauer: 100 min
Zuschauer: 25

Eine Art Heimspiel



Im September 2015 waren APPLES IN SPACE mit ihrem Debütalbum bereits in Bandbesetzung bei uns zu Gast und haben uns einen umjubelten Abend beschert. Damals haben wir sie entdeckt auf Tour mit Element of Crime und seitdem ins Herz geschlossen. Inzwischen sind füllen sie Clubs in ganz Deutschland. Daher war ich sehr stolz, dass die Berliner mit ihrem neuen Album im Gepäck extra für das Scala-Konzert nach Adorf gekommen waren. Und es sollte ein weiterer umjubelter Abend vor vollem Hause werden. In Windeseile waren das Auto entladen, die Bühne aufgebaut und der Soundcheck absolviert. Es blieb noch etwas Zeit für Kaffee und Kuchen, dann füllte sich die Scala bereits und wieder mussten die Bierbänke zusätzlich aus dem Keller geholt werden.


Wie schon vor wenigen Wochen in Leipzig begann die Band ihren Abend mit Songs vom ersten Album mit Ophelia als Opener. Ich hatte noch die Setlist von Leipzig und gab sie Phil als Gedankenstütze, die dann um 1-2 Lieder ergänzt zu einem der längsten Sets der Apples wurde.


Es folgten I was the moon, The old man and the countryVespa bevor eingeleitet von Shame die neuen Songs an die Reihe kamen. Wieder ergab sich diese Reihenfolge als sehr spannungsreich für diejenigen, die die Alben kennen, da sich so die Erwartung auf die neuen Lieder steigerte. Gleichzeitig wachsen die älteren Songs am Spiel der Band und so klingt das ganze Set am Ende wie aus einem Guss. Frische und abwechslungsreiche Arrangements sorgten ebenso wie die Dramaturgie des Abends für anhaltende Spannung im Publikum. Das ist einfach ganz großes Kino, wie Jonathan nach dem ersten Drittel zu The house is empty now vom Schlagzeug zu den Tasten wechselt und Phil und Julie dann ein akustisches Set abliefern, um dann mit Upon this wave den Abend in kompletter Band souverän und ansteckend nach Hause zu spielen. Was zurückblieb waren Begeisterung und verzückte Blicke, was begann war eine lange Nacht an den Lagerfeuern der Seelen.


Als Phil, Julie, Janusz und Jonathan am Sonntag nach Hause fuhren, war es fast ein bisschen, als wenn die eigenen Kinder das Haus verlassen. Das Schöne an dieser Idee ist, dass sie ganz sicher mal wiederkommen.


Aus unserem Archiv:

Apples in Space, Adorf, 20.09.2015
Apples in Space, Karlsruhe, 13.09.2015
Apples in Space, Köln, 03.03.2015
Apples in Space, München, 10.04.2013




Les concerts de la semaine à Paris du 15 au 21 mai 2017

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Les concerts de la semaine à Paris du 15 au 21 mai 2017


Semaine relativement calme, mais il y a quand même pas mal de concerts très sympas. Le concert de la légende Post Punk Mark Burgess (alias Chameleons Vox) ce soir au Supersonic est sold out, mais il me semble qu'il reste des places pour la française Clara Luciani (photo) qui va jouer son premier concert autant que tête d'affiche dans une belle salle, Le Point Ephémère. Les fous furieux de Xiu Xiu sont attendu le mercredi 17 à Petit Bain, puis au même endroit le chanteur americana culte Howe Gelb (Giant Sand, photo)) va donner un concert lors d'une "Tucson Night" certainement mémorable le vendredi 19. Et pour ceux qui se promènent loin des entiers battus je recommande Eloïse Décazes et Eric Chenaux ou Powerdove et Gaspar Claus !









15: Asgeir, Cabaret Sauvage
15: Chameleons Vox, Supersonic, complet
15: Fishbach et Cléa Vincent, Ris-Orangis 
15: Vök, Shitkid, Point Ephémère
16: Erevan Tusk, Hold Your Horses, Orouni, La Java 
16: Laura Cahen, Café de la Danse
16: The Kooks, Olympia
16: Fiodor Novski, Espace B 
16: Clara Luciani, Point Ephémère
16: Bebe Rexha, Palais du Tokyo 
17: Xiu Xiu et Le Prince Harry, Petit Bain
17: She Devils- Pop-Up du Label 
17: Karoline Rose, Eskimo, Alfie, La Java
17: Hugo Jargon, Kantone, Basile di Manski, Bateau El Alamein
18: Dick Annegarn, Bataclan
18: Sophie Oz, Shocase Balades Sonores
18: The New Pornographers, Divan du Monde
18: Powerdove, et Gaspar Claus solo, Espace en Cours
18: No More = Plomb, Le Klub
18: Nouvelle Vague et Liset Alea et Brisa Roché, Elysée Montmartre 
18: Keren Ann, Les Etoiles
19: Keren Ann, Les Etoiles
19: Kumisolo, showcase chez Walrus
19: Eloïse Décazes et Eric Chenaux, Médiathèque Musicale de Paris
19: Kele Okereke (Bloc Party), Café de la Danse 
19: Howe Gelb, Golden Boots, Gene Tripp, Naïm Amor, Pett Bain 
19: Mew, Point Ephémère
19: Renaud, Zénith
20: Renaud, Zenith
20: Vagina Town = Tropical Horses, Le Zorba
20: Rejjie Snow et Sporting Life, Le Trabende, complet
20: Lonny Montem en acoustique, Théâtre de 'Essaïon 
21: Karaocake, Chevalrex, Perio, Supersonic




Sonntag, 14. Mai 2017

Alice et Moi, Uto, Paris, 27.04.17

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Concert: Alice et Moi, Uto

Lieu: Le Pop-up du Label
Date: 27/4/2017
Spectateurs: environ 80-100


Je me souviens d'une belle soirée dans le cadre des "femmes s'en mêlent" chez Madame Arthur le premier avril 2016. Les Inrocks Lab avaient carte blanche et ils ont invité Mathilde Fernandez, Clara Luciani et... Alice Vanor ! Alice avait joué tout au début et comme je suis toujours en retard j'avais raté cette (sûrement belle) prestation. Le reste du programme a été sublime, mais en rentrant chez moi j'avais quand même un regret. Et si je suis passé à côte de quelque chose de magnifique en ratant Alice ? Je me suis dit que j'irais la voir dès q'une nouvelle occasion se présenterait. 


Et un peu par hasard et sans le savoir je suis tombé quasiment un ans plus tard sur mademoiselle Vanor, mais maintenant sous un autre nom de projet: Alice et moi. C'était début février 2017 au Supersonic. J'y suis allé principalement parce que je voulais voir Céline Tolosa avec qui je travaille, mais les autres groupes, les talentueux Mist Canyon et donc Alice et moi m'avaient séduit aussi. Alice avait son fan club avec elle, l'ambiance a été très bonne. 


Le 27 avril 2017 Alice et moi rejouaient au Pop-Up du Label. L'occasion d'entrer encore un peu plus profondément dans l'univers sensuel, chic et élégant de ce projet de pop électro rêveuse d'une fille et deux garçons. Et on doit désormais vraiment parler d'un groupe parce que Alice travaille avec son guitariste Ivan et son réalisateur JB depuis un moment, puis il y a Adrien qui complète le line up sur scène. Certainement aussi pour cela le changement du nom du projet. C'est pas Alice toute seule, non c'est Alice et moi (moi pourrait être Ivan dans ce cas).



Et comme au Supersonic les fans et amis d'Alice répondaient présents au Pop-up, il y avait même son père, ancien musicien punk, très fière de sa fille. 

Juste avant la montée sur scene Alice avait fait un tour dans le public et elle a peint un oeil sur les mains de ses disciples, un symbole qu'elle utilise depuis un moment. A un moment du concert tout le monde a levé sa main avec le dessin et cela a crée un lien fort entre les artistes et le public.




C'était un concert très frais, charmant et dynamique et les petits problèmes de son nous gâchaient pas la soirée. Tout le monde a pris ces petites pannes avec un sourire et il y avaient des gens devant qui dansaient sur chaque morceau. C'était vraiment la fête, normal, car les mélodies et les rythmes du quatuor sur scène étaient tout simplement irrésistibles, puis il y avait le sourire désarmant de Alice aussi. 


Un morceau entêtant et tubesque ("Eoliennes" ("regarder au loin des éoliennes et rêver"), "Il y a", "Filme moi"...) après l'autre, l'EP que le groupe prépare promet de très belles choses. Sur internet on peut déjà dévouvrir le clip de Cent Fois avec son refrain accrocheur ("ahahahaha, aime moi, laisse moi, ahahahaha aime moi cent fois") et sous l'ancien nom Alice Vanor il existe une video de Jeux Savants ou Alice échange des baisers (déjà dans Cent Fois il y avait plein de baisers entre des couples différents) avec une fille lors d'une fête foraine. 


Un peu frustrant pour ses admirateurs masculins peut-être, mais je ne sais pas si c'est de la fiction ou autobiographique. Le mystère reste intact, on ne va pas creuser plus loin. Par contre on (moi en tout cas) va suivre le parcours de ce projet passionnant de près et il y a des fortes chances que ces 3 jeunes musiciens vont cartonner dans pas très longtemps !

Avant Alice et Moi on a pu découvrir un autre projet intéressant: Uto, un duo mixte français (Emile et Neysa) jouant un séduisant mélange de dream pop et de triphop chanté en anglais.


Il s'agissait du tout premier concert d'Uto, mais le couple sur scène (et dans la vie) paraissait déjà remarquablement rodé et pro. Pas si étonnant que cela si on connait le parcours d'Emile, le pianiste. Venant du jazz  il a eu un coup de cœur pour Radiohead et Grizzly Bear lors de sa jeunesse, puis il a été un des membres de la formation Saint Michel. Il était également bassiste de Singtank et Part Time Friends avant de se concentrer sur ces deux projets actuels: Albe et bien sûr Uto.




Neysa chantait dans un petit groupe au lycée, mais Uto est son premier vrai projet, qu'elle a commencé après avoir obtenu son Master de Littérature. C'est logiquement elle qui écrit les textes pour Uto aussi, et comme son père est anglais, écrire dans la langue de Shakespeare ne lui pose pas trop de problèmes.

Epatant son chant: elle a une voix très rêveuse et éthérée, rappelant parfois Björk, mais aussi Beth Gibbons de Portishead, on avait du mal à croire qu'il s'agissait d'un projet de Paris et pas de Reykjavik ou Bristol !


Le style du groupe était assez sombre, parfois même un peu gothique, mais jamais dépressif. Sur leur soundcloud on peut écouter le sublime morceau True Love Leaves No Traces qu'ils ont aussi joué au Pop-up ce soir là. Une ballade au piano très glamour et élégante, qui me faisait presque un peu penser à Marissa Nadler ou Mazzy Star.


Scèniquement chacun jouait de son côté, il n'y avait pas d'interaction, mais c'était pas regrettable, au contraire, comme la musique avait un côté glacial cette distance collait bien avec le style.


Puis Neysa a prouvé aussi son talent pour la mise en scène, parfois elle chantait agenouillée, le regard dans le vide, une sorte de Nico brune.

On va revoir Uto, leur premier live a été très prometteur.




Mittwoch, 10. Mai 2017

Ten Fe, Köln, 05.03.2017

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Konzert: Ten Fe
Ort: Köln, Studio 672
Datum: 05.03.2017
Dauer: 65min
Zuschauer: ca. 80


Ein Abend im Studio 672, dem Kellerraum des Stadtgarten in Köln, beginnt gewöhnlich mit dem Warten vor einer geschlossenen Eisentür. Heute ist überraschenderweise schon geöffnet und so entfällt der übliche Plausch mit den frierenden Zuschauern unter dem, meistens abgeschalteten Heizpilz.

"Ten Fe" haben mit "Hit the light" ein Album veröffentlicht, dass vor 10 Jahren wahrscheinlich noch zum großen Durchbruch gereicht hätte. Absolut poppige (im positiven Sinn) perfekt arrangierte 3-Minüter, die auch im Radio mühelos aus dem üblichen Einheitsbrei hervorstechen würden. 



So ging es zumindest mir. Mein Internet-Lieblingssender aus den Niederlanden spielte sowohl die Single "Elodie" als auch "Overflow" des öfteren und erhaschte so meine Aufmerksamkeit. Live ist die Band an diesem Abend schon komplett im Tour-Modus. 

Das ganze Jahr über werden "Ten Fe" noch unterwegs sein. Die kurze Setlist baut gut aufeinander auf, die (fast alle) sehr langhaarigen Musiker versprühen gute Laune und sind durch jahrelanges Jammen auf Londerner Straßen perfekt vorbereitet.


Lange habe ich schon kein Konzert mehr mit so vielen gefälligen Melodien zu hören bekommen. "Burst", mein Lieblingssong von der CD, kommt live noch etwas rockiger zur Geltung. Als Zugabe dann noch ein herrlich, entschleunigte Version von "Underworlds" Born Slippy und schon ist der Abend leider vorüber. 

Die Band dankt es mit ausgiebigem Smalltalk und Autogrammen am Merchstand. In kleinerem Rahmen wird man "Ten Fe" auf jeden Fall nicht mehr zu sehen bekommen. Erleben kann man sie diesen Sommer noch beim "Juicy Beats Festival" in Dortmund und beim "Alìnae Lumr Festival" in Storkow. 

Fotos: Michael Graef


Dienstag, 9. Mai 2017

The Proper Ornaments, London, 25.03.17

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Konzert: The Proper Ornaments
Ort:Boston Music Room, London (20 years of trouble)
Datum: 25.03.2017
Dauer: knapp 40 min
Zuschauer: ca. 250



"Ich gehe raus, ich muß was essen." Nach 30 Sekunden Proper Ornaments war ich sicher, daß jetzt die (vielleicht einzige) Gelegenheit des Tages sein würde, am Grill im Innenhof zwischen den Gebäudeteilen, in denen der Dome und der Boston Music Room liegen, Station zu machen. Nach The Proper Ornaments kamen Tigercats, The Loves und Comet Gain, die ich alle sehen wollte. Der Fluch eines zu gut besetzten Festivals, quasi eins durch Rock am Ring. 

Der Boston Music Room war knüppelvoll. Da wir ziemlich weit hinten standen, brauchte ich eine Weile, um zum Ausgang zu kommen. Dummerweise wurde das erste Lied der Proper Ornaments sekündlich besser. Als ich endlich am Durchgang zum Hof war, blieb ich stehen und guckte weiter Konzert. Essen ist öfter.

Ich hätte etwas wirklich Tolles verpasst! Eines der Konzerte des FortunaPOP!-Wochenendes. 

The Proper Ornaments sind James Hoare und Max Oscarnold, James ist bekannt durch Veronica Falls und Ultimate Painting und durch zu kurze Hosen, Max stammt aus Argentinien und spielt mittlerweile auch in Toy. Die Geschichte des Kennenlernens von Max und James ist zu schön, um echt zu sein. James war Verkäufer, Max' Freundin wollte Schuhe stehlen, Max hatte den kommenden Bandkollegen abzulenken.

Live wurden die beiden von einem Bassisten und einem Schlagzeuger verstärkt. Die drei Gitarristen saßen während des Konzerts.

Die Musik, die mein Essen verhinderte, war wunderschön! Harmonischer Gesang, toll passende Stimmen, akustische Gitarren - ich mochte das alles sehr! Natürlich steckt in jeder Band dieser Art eine Portion Beatles, für mich (naja, einer meiner anwesenden Konzertfreunde brachte mich drauf) hörte sich das Konzert aber so wie diese akustischen Ride-Auftritte an, von denen ich leider nur Videos gesehen habe. Hätte man mir Aufnahmen vorgespielt und behauptet, das seien akustische Ride-Songs, ich hätte es erst einmal geglaubt. Memories, das ruhigste der Lieder, erinnerte mich an die Pastels.


Vielleicht um nicht von mir auch noch mit Simon & Garfunkel verglichen zu werden, schrammelten sich The Proper Ornaments bei den letzten beiden Lieder richtig in Rage. Beim vorletzten bin ich nicht sicher, was es war, es war wohl keines der veröffentlichten Lieder. Das letzte Stück (Recalling) zog die Band auf sieben, acht Minuten, von denen der größte Teil instrumental war.

Gottseidank waren Tigercats danach nicht ganz so spannend (wie der Esswagen im Hof).


Setlist The Proper Ornaments, Boston Music Room, London:

01: Baggy

02: Step into the cold
03: Magazine
04: Stereolab
05: Back pages
06: Cremated (Blown away)
07: Memories
08: Kraut (?)
09: Recalling


Foto: Archiv. Meine SD-Karte hat die aktuellen gefressen. 




Human Tetris, Köln, 08.05.17

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Konzert: Human Tetris
Ort: Blue Shell, Köln
Datum: 08.05.2017
Dauer: gut 60 min
Zuschauer: ca. 50 bis 60 



Die Zeiten, in denen ich Musik in Russland mit Thomas Anders und Eurodisco gleichgesetzt habe, sind seit vier fünf Jahren vorbei, als Motorama in mein Leben traten. Postpunk, Joy Division-Klänge... auf einmal nahm ich den fernen Osten Europas musikalisch ganz anders wahr. Mit pinkshinyultrablast und Ytro erweiterten eine Shoegaze- und Motoramas rohe Schwesterband meinen Horizont weiter. Human Tetris, die bereits seit 2009 Musik veröffentlichen, schnappte ich erst später auf, sehr blöd. Dabei spielten sie schon einmal in Köln. "In einer ehemaligen Strip-Bar", sagte mir Sänger Arvid hinterher. Im King Georg also.


Human Tetris stammen aus Moskau und sind vierköpfig, neben Sänger Arvid Kriger Keyboarderin Tonia Minaeva sowie Maxim Zaytsev (Bass) und Ramil Rubinov (Schlagzeug). Uns fielen als erstes die merkwürdigen Instrumente von Arvid und Maxim auf. Gitarre und Bass waren sehr klein und hatten die Wirbel* nicht oben sondern auf der anderen Seite der Instrumente. Ob die aus Platzgründen für die Tour gewählt waren (passen beide in einen Koffer) oder musikalische Relikte aus den 80ern waren? Ich weiß es nicht.


Es dauerte etwas, bis mich das Konzert wirklich packte. Die ersten beiden Lieder dümpelten etwas daher. Beide (Runaway und Blind) stammen von der neuen Platte The river pt 1., die ich zielsicher nach dem Konzert kaufte (auf CD für 15 € - ich hatte zunächst verwegen das Gesamtwerk verlangt - zwei EPs, eine CD und The river pt 1., mit sechs Liedern auch eher EP und bekam die für 60 € angeboten. Als CD).


Ab Bravery (neue Platte), bei dem erstmals Tonia mitsang, wurde das Konzert immer packender. Die verträumten Gitarren (Gitarre) waren mir auch da noch zu leise, aber jetzt war es das erhoffte Konzert der Russischen Schule. Bravery war einer meiner Lieblinge des Abends. Das nächste kam etwas später. Arvid, der hervorragend Englisch spricht, stellte es als "new one" vor und sagte mir hinterher, es heiße Ruins. Vielleicht das beste Lied des Konzerts.

Andere Höhepunkte waren Things I don't need, das es bei bandcamp gibt, das wundervolle Shadows, bei dem Tonia die erste Stimme singt (neue Platte).. ach, eigentlich alles in der zweiten Konzerthälfte! Sehr gut gefiel mir auch Summer in Crimea (von 2012, das scheint mir irgendwie wichtig zu sein), das erstaunlich vertraut klang. Seine Melodie erinnert stark an eine dreifach schnelle Version von There is a light... 

Nach einer knappen Stunde beendete Silver tears von der 2012er Platte das Konzert, bevor die Band zu einer Zugabe zurückkam: Here comes the rain again von den Eurythmics, ein eh tolles Lied großartig interpretiert.

Ganz am Anfang hatte ich noch nicht erwartet, daß es mir so gut gefallen würde, am Ende war ich sehr angetan. Und irgendwann kommt der Punkt, an dem ich blind zu allen russischen Bands gehe, weil ich das Land nur noch mit guter Musik verbinde.

Vorgruppe: Beluga (Köln / 30 min).

Setlist Human Tetris, Blue Shell, Köln:


01: Runaway
02: Blind
03: Bravery
04: Home (Lil Swan Cover)
05: Last forever
06: Pictures on the wall
07: Ruins (neu)
08: Insanity
09: Things I don't need
10: Baltic Sea
11: Shadows
12: Summer in Crimea
13: Silver tears

14: Here comes the rain again (Eurythmics Cover) (Z)

* Ich Experte!




Montag, 8. Mai 2017

Les concerts de la semaine à Paris du 8 au 14 mai 2017

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Les concerts de la semaine à Paris du 8 au 14 mai 2017


Semaine post présidentielle bien chargée avec plein d'artistes de la scène française, mais aussi les anglais culte Wire le 12 à La Maroquinerie, le jeune Meilyr Jones le 10 au Pop-up du Label, les rockeurs psyché Thee Oh Sees au Trabendo le 14, Novella le 13 à La Station (photo Christoph!), puis la pianiste danoise Agnes Obel avec deux dates à La Philharmonie.




08: Gaspar Claus, Vincent Moon et d'autres, Le Cirque Electrique 
09: Julie's Haircut, Morning Drops, Supersonic 
09: Last Train, Bataclan
09: Anne Gouverneur, Achille, Diane Sorel, Trois Baudets 
09: Future Islands, Elysée Montmartre, complet
09: Erevan Tusk, Nick Grey, Frank Rebeyrolles, Hop On Me, La Java 
10: Jim Jones And The Righteous Mind, Petit Bain
10: Meilyr Jones et The Rodeo, Pop-Up du Label 
10: Johnny Mafia, Supersonic
10: Uto et Albé, Le Riviera
10: Jay-Jay Johanson, Centre Pompidou
11: Katerine, Olympia
11: Ned Collette, showcase à La Fabrique Balades Sonores
11: Maud Lübeck et Céline Oliver en showcase à La Passerelle.2
11: Margaux Simone, La Bellevilloise
11: Laetitia Sadier, Solo Astra, Beat Mark, Espace B 
11: Oiseaux Tempête, Le Trabendo 
11: The Big Moon, Pop-Up du Label
11: The Pirouettes, La Cigale, complet
11: Minou et Eléphant, La Maison Sage
11: Eloïse Décaze et Eric Chenaux, Marbrerie de Montreuil
11: William Z Villan, New Morning
12: Foodstock avec Papooz, Cléa Vincent et Isaac Delusion, Garage (ex-Grand Rivage), 34, quai d'Austerlitz
12: Wire, La Maroquinerie
12: Swann, Le Walrus
12: Niki Niki + Grand, Le Zorba
12: Yvonne La Nuit, La Ferronnerie
12: The Holydrug Couple, Syd Kemp, La Mirastella, Espace B 
12: Emilie Marsh, Céline Ollivier, Alain Gibert, ACP La Manufacture Chanson 
12: Tennyson, Alto Clark, Blank, Supersonic 
13: Showcase de Pagan Poetry à la Passerelle.2
13: Issac Delusion, Parvis de l'Hôtel de Ville
13: Soirée Souterraine avec Les Vilars/S.Vanot/Double Hapax, Olympic Café
13: Agnes Obel, Philharmonie de Paris, 20h30
13: Mammane Sani, Novella, Blondi's Salvation, Biche, La Station- Gare des Mines 
14: Thee Oh Sees, Trabendo
14: Agnes Obel, Philharmonie de Paris, 18h



Flowers, London, 24.03.17

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Konzert: Flowers
Ort: Islington Assembly Hall, London (20 Years Of Trouble)
Datum: 24.03.2017
Dauer: knapp 40 min
Zuschauer: 400 vielleicht



Eigentlich sollte ich es mittlerweile kapiert haben, schließlich war es nicht mein erstes Flowers-Konzert. Trotzdem stand ich auch nach diesem Mal wieder mit offenem Mund da und war hin und weg, was für eine grandiose Musik diese drei jungen Londoner immer wieder erzeugen!

Flowers spielten als zweite Band am Freitag des FortunaPOP!-Festivals. Auch ihr Auftrittsort (die Islington Assembly Hall) alleine wäre den Besuch wert gewesen, der Saal aus den 30er Jahren ist herrlich prachtvoll, mit einem großen Balkon, so wie diese vielen alten, hergerichteten Londoner Konzertsäle eben  sind.

Flowers sind Rachel Kenedy (Gesang und Bass), Sam Ayres (Gitarre) und Jordan Nathan Hockley (Schlagzeug). Das so zurückhaltend gespielte Schlagzeug und die Gitarre, die mal nur sanft unterstützt, sich mal mogwaiesque aufspielt sind toll, wer einmal bei Flowers war, wird aber hinterher nicht so genau wissen, ob ein 20-köpfiges Streichorchester oder Hochseilakrobaten da waren, so sehr steht Rachels dunkle Stimme im Vordergrund. Bei Liedern wie Joanna wirkt der Gesang der Frau fast operettig, gücklicherweise aber nur fast. Ich hatte mir eigentlich fest vorgenommen, Rachel diesmal endlich zu fragen, ob sie meine Mobilbox bespricht.


Die Londoner Band spielte in dem 40minütigen Set drei neue Songs, die sich nahtlos ins Repertoire einpassten. Nur AI unterschied sich etwas, weil es eine ganze Spur rockiger als die beiden anderen (Blanket, Nightmare in the supermarket) war. Hoffentlich wird sich ein Label finden, daß die mögliche dritte Platte der Band herausbringt!

Natürlich war der Auftritt von Flowers eines der Konzerte am 20 years of trouble Wochenende, der mir in Erinnerung bleiben wird! Und so wird das auch bei jedem nächsten sein!

Setlist Flower, Islington Assembly Hall, London:

01: Be with you 
02: Pull my arm 
03: Knock you out 
04: Ego loss 
05: Blanket (neu)
06: Nightmare in the supermarket (neu)
07: How do you do 
08: I don't mind 
09: Joanna 
10: AI (neu)
11: Stuck 
12: Young

Links:

- aus unserem Archiv:
- Flowers, Ripley, 30.07.16
- Flowers, Brighton, 30.07.15
- Flowers, Madrid, 20.04.15



Sonntag, 7. Mai 2017

Comet Gain, London, 25.03.17

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Konzert: Comet Gain
Ort: The Dome, London (20 years of trouble)
Datum: 25.03.2017
Dauer: brutto 60 min
Zuschauer: knapp 500



"Indie is over! This is the death of everything tonight! You're not supposed to be happy!" - "We'll have to find jobs now!" - "Because Sean Price is a selfish asshole, leaving for a foreign country, western, eastern, somewhere. He just leaves us in this shit. Leaving all of you to die! Cheers, Sean!" - "Jetzt müssen Plattenlabel sich unsere Demos anhören!"



Wenn ein Label, das vielen Menschen viel bedeutete, nach zwanzig Jahren (of trouble) seinen Abschied mit einem Festival feiert, wäre es merkwürdig, wenn es nicht auch emotional werden würde. Comet Gain waren ganz offensichtlich eine der liebsten Bands von FortunaPOP! Gründer Sean Price. Der Labelchef stand weit vorne im Dome und hatte Tränen in den Augen, als Comet Gain Sänger David Feck sich für "alles" bedankte, also für die kostenlosen Biere. Sie hätten zusammengelegt und Sean ein Geschenk gekauft, eine Uhr. "Da ist auch Dein Name eingraviert. Made in China, your nickname. Chinese Sean." Um dann Seans Egotrip zu beschimpfen, all die Musiker ins echte Leben zu schicken!



Comet Gain waren Headliner des Samstag und spielten als achte Band des Tages. Die Band aus London war aber auch der Headliner des ganzen Festivals, das Konzert trotz vieler Pausen fantastisch!

Eine dieser Pausen kostete am Ende zum Beispiel den Überhit You can hide your love forever, der auf der Setlist (einem Pappteller) stand. Aber es war wirklich die Zeit für genau diese Art Konzert: viele tolle Lieder, dazwischen aber immer wieder bitterböse und melancholische Momente. Because heaven is a lie. 


Vermutlich hatte David schon ein paar der kostenlosen Drinks gehabt, als die Band gegen zehn auf die Bühne kam. Er traf auch nicht jeden Ton, das gehört aber dazu. Nur als nach Why I try to look so bad eine Saite riss, kam bei seiner Gesangspartnerin Rachel Panik auf. "If David Feck is trying to change the strings of his guitar we are fucking screwed!" Einen Eindruck davon bekamen wir. Es dauerte ewig! Irgendwann erbarmte sich Simon Love und stellte sich direkt vor David und stimmte das Instrument löffelnd. Es war wundervoll!


Musikalisch eh! Was hat Comet Gain für viele Riesenhits! Daß sie am Ende Herbert Huncke zwanzig Minuten lang mit einer kleinen Jamsession verlängerten (meine ich wenigstens) - geschenkt! Dafür sang Rachel vorher irgendwann ein kleines improvisiertes Lied, nachdem sich David und ein Schreihals im Publikum vorher angebrüllt hatten, bis David den Brüller zu einem Faustlampf aufforderte. Der Rufer wollte irgendein Lied, Rachel griff das auf und sang "we're gonna sing the fucking song. Just shut your mouth, motherfucker" mit einer großartigen Melodie! Würde ich kaufen!

Setlist Comet Gain, The Dome, London:


01: The ballad of a mix tape
02: Hard times
03: One more summer before I go
04: Saturday night facts of life
05: Why I try to look so bad



06: The fists in the pockets
07: Long after tonite's candles are blown
08: Love without lies
09: Herbert Huncke, pt. 2

Links:

- aus unserem Archiv:
- Comet Gain, Ripley, 31.07.16



The xx, Berlin, 25.02.17

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Konzert: The xx
Ort: Arena Berlin
Datum: 25.02.2017
Dauer: knapp 85 min
Zuschauer: 9.000 (ausverkauft)



Ich habe noch nie lauteren Jubel am Ende eines Konzerts erlebt. Es war nicht einfach lauter Applaus, es klang nach Stadion und entscheidenden Toren. Dabei schien das Publikum um uns rum nicht wegen The xx sondern wegen des Events gekommen zu sein. Klassenfahrt nach Berlin- und Städtetrip-Publikum. Die Gruppe niederländischer Frauen vor, neben und hinter uns, die viel eher Zielgruppe der Band war als ich, unterhielt sich (und uns) ununterbrochen. Normalerweise verdirbt mir alleine das schon ein Konzert, auf das ich mich so gefreut hatte. Eine riesige Halle auch. Und die immer zu der gehörenden anstrengenden Menschen, die irgendwie noch in die kleinsten Lücken zu passen glauben (tun sie nicht). Und rhythmisches Klatschen natürlich! Von all dem gab es zu viel. Trotzdem wurde der Auftritt von The xx so viel besser als objektiv eigentlich möglich. Romy, Oliver und Jamie sind schließlich im Mainstream angekommen und das wird man in der Regel nicht mit unverändert guter Musik, dafür ist der kollektive Geschmack bei uns viel zu mies.



The xx sind jetzt seit acht Jahren auf unserem Live-Radar. Natürlich waren die ersten Konzerte in Deutschland auch schon ausverkauft, sie fanden aber in Clubs wie dem Luxor in Köln (noch zu viert) oder dem Nachtleben in Frankfurt statt. Jetzt ist die Band in den riesigen Sälen angekommen, eine Stufe vor der Sporthalle. Schon am Anfang waren The xx live fantastisch. Mit der zweiten Tour, also wenigstens der zur zweiten Platte packten sie da noch eine ordentliche Schippe drauf. Natürlich war es da schon vielen nicht mehr indie genug. Wenn eine vierstellige Zahl Leute mit mir bei einem Konzert ist, kann die Band ja nicht mehr gut sein. Also las man immer häufiger davon, daß The xx "zu steril" seien, daß die Konzerte langweilig wären, man auch eine CD hören könne. Das ist alles großer Unsinn. So 2012 waren The xx auf dem Zenit. Steril? Ja, das gehört zum Konzept. Dieser gelangweilt klingende Gesang von Romy und Oliver, die meist aneinander vorbei singen (wundervoll!), das mag man oder nicht. Aber langweilig und wie auf CD? Wer das so empfindet, steht vermutlich während des Konzerts an der Bar. Jamie xx, der für all die elektronischen Geräusche (oder eher für alles außer Bass und Gitarre) zuständig ist, zuzugucken, ist spannender als alle Tatorte zusammen. Als ich die Band 2012 in Luxemburg zuletzt erlebt habe, klebten meine Augen auf dem Mann hinten. Ihn zu beobachten, wie er jeden kleinen Beat live erzeugte, war toll! Nein, besser als 2012 würde es heute in den noch größeren Hallen nicht mehr werden können.

85 Minuten später war meine Einschätzung korrigiert. Die können wirklich noch mehr. Selbst die Lieder der neuen Platte, die mir bei den ersten Malen noch nicht so gut gefielen wie die von den ersten beiden, waren live riesige Knüller. Aber vor allem war die Dramaturgie des Konzerts überragend. Es begann eher langsam, am deutlichsten beim von Romy Madley Croft alleine vorgetragenen Performance, dann kam ein Drake Cover und es wurde von Lied zu Lied danciger. Hätte ich vor dem Konzert "dann kam ein Drake Cover und es wurde von Lied zu Lied danciger" gelesen, ich hätte mein Ticket noch verkauft (nein). Aber erstaunlicherweise waren gerade die Lieder mit treibendem Beat besonders grandios. Am meisten entsetzte mich, daß das an den ESC erinnernde Jamie xx Lied Loud places, diese Eurodisco-Hymne, vielleicht das beste Stück des Abends war. Oder Shelter, das einen Techno-Beat verpasst bekommen hat, fastastisch! The xx scheinen wirklich nichts falsch zu machen und ein Gespür für musikalischen Stil zu haben wie kaum eine andere Band zur Zeit. Daß sie damit Nummer eins in zig Charts waren - selbst in Deutschland (und den Niederlanden), sollte man feiern. Die Band dafür zu bestrafen, daß sie den Musikgeschmack in Deutschland verbessert, ist ziemlich dumm. 

Vermutlich war das mein einziges The xx Konzert für eine Weile, so oft ist die Band ja nicht mehr unterwegs, je kleiner die Welt für sie wird. Aber in meinen Jahres Top-10 kommt jede Band eh nur mit einem Konzert vor. Und in meine Bestenliste kommt dieses Konzert auf jeden Fall! Ein perfekter Abend!

Setlist The xx, Arena Berlin:

01: Say something loving
02: Crystalised
03: Islands
04: Lips
05: Basic space
06: Performance
07: Too good (Drake Cover - mußte ich googlen)
08: Brave for you
09: Infinity
10: VCR
11: I dare you
12: Dangerous
13: A violent noise
14: Fiction
15: Shelter
16: Loud places (Jamie xx Cover)

17: On hold (Z)
18: Intro (Z)
19: Angels (Z)

Links:

- aus unserem Archiv:
-
The xx, Esch-sur-Alzette, 23.11.12
- The xx, Barcelona, 31.05.12
- The xx, Köln, 26.08.10
- The xx, Barcelona, 27.05.10
- The xx, Paris, 18.02.10
- The xx, Frankfurt, 03.11.09
- The xx, Köln, 15.10.09

Fotos:

- Archiv und Handy
 



Samstag, 6. Mai 2017

Esben And The Witch, Köln, 22.04.17

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Konzert: Esben And The Witch
Ort: Underdog Recordstore & artheater, Köln
Datum: 22.04.2017
Dauer: 16 min & knapp 80 min
Zuschauer: ca. 200 bis 250 (artheater)



Als ich Esben And The Witch 2011 zum ersten Mal im Gebäude 9 in Köln sah, war ich nicht komplett überzeugt. Man hörte Sängerin Rachel zu wenig und es fehlte eine ganze Menge Düsternis in der Liveversion der Musik des wichtigsten Vertreters des Genres Nightmare Pop. Bei zwei Konzerten danach (u.a. wieder im Gebäude 9) war das anders, seitdem fresse ich der Band aus Brighton, die mittlerweile in Berlin lebt, aus der Hand. Daß ich eines ihrer Konzerte der kurzen Deutschland-Tour sehen musste, war klar. Nur welches nicht. Trotz des Parteitags der widerlichen AfD blieb eigentlich nur der Samstag, was den Vorteil hatte, auch gleich noch das kurze akustische Konzert der Briten vor dem Underdog Recordstore zu sehen. Der Auftritt auf der Ritterstraße fand im Rahmen des Record Store Days statt. Die drei Bandmitglieder saßen dazu auf Stühlen auf der Straße, von Plattenkäufern (und deren Kinder) umzingelt und spielten unverstärkt vier ihrer Stücke. Auch wenn es so leise war und Konzentration erforderte - und über Köln Hubschrauber schwebten, war Rachels Stimme enorm eindrucksvoll!

Leider dauerte das Underdog-Konzert nur eine gute Viertelstunde - das erste Lied am Abend war fast gleich lang. Aber es war wundervoll! Vor allem zeigte es die Bandbreite der Band. Drei der vier Lieder (Dig your fingers in, The fall of Glorieta Mountain und den Marching song) spielten sie am Abend noch einmal. Der Marching song war abends gleich, die beiden anderen komplett anders arrangiert, also vor allem verstärkt und wuchtig und wirkten dadurch wie komplett andere Stücke.

Schön war auch, daß die drei Musiker sich mit dem Gitarrendienst abwechselten. Neben der akustischen Gitarre kam nur noch ein kleiner Synthesizer zum Einsatz. Und Rachels Wahnsinns-Stimme!



Setlist Esben And The Witch, Underdog Recordstore, Köln:

01: Dig your fingers in
02: They use your smiles to bury you
03: The fall od Glorieta Mountain
04: Marching song


Am Abend mussten wir nach Ehrenfeld. EATW spielten im artheater, in dem zur Zeit eine ganze Menge spannender Konzerte stattfinden. Erst sah es nicht so aus, als lockte die Band viel mehr Zuschauer als zuletzt 2014 im Gebäude 9 (da waren gerade mal 140 gekommen). Doch irgendwo waren wohl noch ein paar Busse angekommen, als es um halb neun losging, war der Saal ziemlich voll.

Das erste Stück Sylvan ist so etwas wie die Wave-Version einer Rockoper. In uneklig. Das Lied dauerte gut elf Minuten und war atemberaubend gut! Danach spielten die Esbens Marking the heart of a serpant. Damit waren gut 20 Minuten des Konzerts schon vorbei - und die A-Seite der aktuellen Platte Older terrors abgehakt. Meinetwegen hätten die beiden Lieder auch jeweils 20 Minuten dauern dürfen, sie boten die perfekte Stimmung, um sich in ihnen fallenzulassen. Das ist natürlich eine widerliche Musikjournalisten-Floskel, beschreibt es aber leider ganz gut. Die Musik der Brightoner ist perfekt als Soundtrack für Fahrten über isländische Lava-Landschaften oder durch die Eifel. Bei Marking the heart of a serpant gibt es in der Mitte einen Wahnsinns-Bruch, die zweite Hälfte ist eigentlich ein eigenes Lied, Wave-Opera eben. Wobei diese zweite Hälfte schon fast nach Metal klingt, auch wenn ich da kein Experte bin, weil mein Leben komplett ohne stattgefunden hat.



Danach kam eines der Nachmittags-Lieder, Dig your fingers in. Rachels Gesang unterschied sich nicht viel von der gehauchten Version am Nachmittag. Aber die lauteren Instrumente und vor allem das Schlagzeug erzeugten einen ganz anderen Song. Danach kam ein zweites Lied vom vorletzten Album (No dog) und dann ein neues Lied (Dull gret heißt das wohl).

Das wunderschöne The fall of Glorieta Mountain stellte mitten im Set einen der Ruhepunkte dar, mit akustischer Gitarre und ganz wenig sonst. Danach folgte wieder so ein Monster vom neuen Album (The wolf's sun), es ist ganz erstaunlich, wie viel Abwechslung eine Band, die auf dem Papier irgendwann eintönig klingen müsste, mit ihren wenigen Mitteln erzeugen kann. Obwohl das Konzert 80 Minuten dauerte, kam es mir vor, als sei gerade eine Dreiviertelstunde vorbei, als das letzte Stück The jungle vorbei war. 


Zur Zugabe kam der Schlagzeuger nicht zurück. Rachel und ihr Gitarrist spielten den Marching song in einer der nachmittäglichen sehr ähnlichen Version. 

Oh, war das gut!


Setlist Esben And The Witch, artheater, Köln:

01: Sylvan
02: Marking the heart of a serpant
03: Dig your fingers in
04: No dog
05: Dull gret
06: The fall of Glorieta Mountain
07: The wolf's sun
08: The jungle

09: Marching song (Z) 

Links:

- aus unserem Archiv:
- Esben & The Witch, Köln, 19.10.14
- Esben & The Witch, Esch-sur-Alzette, 08.05.13
- Esben & The Witch, Lörrach, 02.03.13
- Esben & The Witch, Paris, 21.02.11
- Esben & The Witch, Köln, 13.02.11



 

Konzerttagebuch © 2010

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